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Ein Jahr ohne Todesopfer auf Glarner Strassen

Ein Jahr ohne Todesopfer auf Glarner Strassen

Mehr Unfälle, mehr Vandalismus, mehr häusliche Gewalt: Das ist das Fazit der Glarner Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik für das vergangene Jahr.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Polizeimeldungen

Die Kantonspolizei Glarus hat am Dienstag die Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik 2020 veröffentlicht. Demnach registrierte sie im vergangenen Jahr fast 400 Verkehrsunfälle, was rund 15 Prozent mehr sind als im vergangenen Jahr. Das könne damit zu tun haben, dass aufgrund der Pandemie viele den ÖV gemieden und stattdessen Auto oder Velo benutzt hätten, heisst es. Sowohl die Auffahrunfälle als auch die Parkierunfälle nahmen zu, letztere sogar um fast zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr. E-Bike-Fahrende verunfallten im letzten Jahr mehr als drei Mal so oft als im Vorjahr. Immerhin: Auf Glarner Strassen waren letztes Jahr keine Todesopfer zu beklagen.

Mehr häusliche Gewalt

Auch Straftaten verzeichnete die Glarner Kantonspolizei mehr als im Vorjahr. Der grösste Teil dieser Delikte seien im Bereich des Strafgesetzbuches und des Betäubungsmittelgesetzes begangen worden, wie es in der Mitteilung zur Statistik heisst. Die Zunahmen seien im Wesentlichen im Bereich gegen Leib und Leben, gegen das Vermögen, gegen die Ehre und den Geheim- und Privatbereich sowie gegen die Freiheit erfolgt. Die Gewaltstraftaten, wozu unter anderem einfache und schwere Körperverletzung, Raub, Raufhandel, Angriff und Tötung zählen, bewegten sich auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2019.

Die Fallzahlen der häuslichen Gewalt sind insgesamt gestiegen. Die Glarner Kantonspolizei unterscheidet zwischen häuslicher Gewalt im «engeren Sinne» und im «weiteren Sinne». Zu Letzterem zählen Straftaten zwischen Personen in partner- oder verwandtschaftlicher Beziehung. In diesem Bereich haben sich die Straftaten im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Ebenfalls verzeichnete die Kantonspolizei eine Verdoppelung im Bereich Vandalismus und einen zunehmenden Trend bei der Cyber-Krimininalität. Bei den Betäubungsmitteldelikten gab es einzelne Grossverfahren, wo es dann insgesamt um deutlich höhere Mengen an Substanzen ging als im Vorjahr. So wurden 2020 19,7 kg Kokain (2019: 57g), Marihuana 6.9 kg (2019: 1 kg), Heroin 357 g (2019: 89 g) sichergestellt. (jas)

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