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Madrid verschärft Corona-Massnahmen

Madrid verschärft Corona-Massnahmen

Die spanische Hauptstadt Madrid hat angesichts der drastisch steigenden Zahl von Corona-Infektionen die Gegenmassnahmen weiter verschärft. So beginnt die nächtliche Ausgangssperre in der Millionenmetropole ab Montag schon eine Stunde früher um 22.00 Uhr, so wie das in anderen spanischen Regionen schon seit längerem gilt.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
Mitarbeiter des Gesundheitswesens protestieren vor dem Krankenhaus La Paz in Madrid gegen Pläne der Madrider Behörden, das Personal zu zwingen, in andere Krankenhäuser umzuziehen. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
Mitarbeiter des Gesundheitswesens protestieren vor dem Krankenhaus La Paz in Madrid gegen Pläne der Madrider Behörden, das Personal zu zwingen, in andere Krankenhäuser umzuziehen. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
Keystone/AP/Manu Fernandez

Die konservative Regionalregierung hatte sich lange gegen einschneidendere Massnahmen gesträubt. Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die Überlastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten zwangen die Verantwortlichen nun aber zur Kehrtwende, wie die Zeitung «El País» am Samstag schrieb. Deutschland hatte Spanien neben anderen Ländern wegen der besorgniserregenden Corona-Zahlen am Vortag zum Hochrisikogebiet erklärt, was das Reisen in das beliebte Urlauberland weiter erschweren soll.

Allerdings sind auch die neuen Massnahmen Madrids nicht ganz so streng wie in manchen anderen Teilen des Landes, vor allem die für Gaststätten. So dürfen an Treffen in Restaurants, die spätestens um 21.00 Uhr schliessen müssen, zwar künftig nur noch maximal vier Personen teilnehmen, sie müssen jedoch nicht aus demselben Haushalt stammen. Zudem dürfen Gaststätten auch weiter in Innenräumen bedienen. Anders sieht es bei privaten Treffen zuhause aus. Dorthin darf dann in Madrid niemand mehr Gäste aus anderen Haushalten einladen.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag in Madrid nach den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitagabend bei 495. Das ist höher als der spanische Durchschnitt, der bei 410 lag. Zum Vergleich: In Deutschland wurde dieser Wert am Samstag mit 113 angegeben. Die Zahl der registrierten Corona-Toten ist hingegen in Spanien zurzeit mit etwa 400 pro Tag niedriger als in Deutschland. Experten befürchten jedoch, dass die Todeszahlen wegen der hohen Infektionsrate bald steigen könnten.

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Wer die Beschränkungen nicht als Belastungen empfindet, hatte vorher wohl kaum ein soziales Leben.
Die Frage ist aber vielmehr, wie man mit der Belastung umgeht.
Und mangels ernstzunehmender Alternative wird man diese Belastung wohl oder übel noch eine Weile erdulden müssen.
Dass manchem Leuten die innere Reife dazu fehlt, das ist weder ein Wunder noch kann man es ändern.