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In 36 Fragen zur Liebe

In 36 Fragen zur Liebe

Single
Bock
vor 1 Monat in

Bau ein Haus, pflanz einen Baum, mach ein Kind – dass dieser Lebensentwurf nicht zwangsläufig auf jeden Menschen zugeschnitten ist, beweisen die anonymen Liebesbriefe ans wunderschöne, elende Single-Leben. Ein Hoch auf Selbstgespräche, Dosen-Ravioli und Liebeleien.

Ein Experiment aus den 80ern wollte beweisen, dass sich wildfremde Menschen innert 45 Minuten verlieben, wenn sie sich gegenseitig 36 Fragen beantworten. Der Fragebogen soll zumindest dafür sorgen, dass man sich emotional näherkommt, was dann vielleicht sogar zu Verliebtheit führt. Nun…wir machen die Probe aufs Exempel. Ich beantworte die 36 Fragen und die Leserinnen des Beitrags melden sich, wenn sie Gefühle für mich entwickelt haben. Deal?

1. Wenn du dir eine Person auf der Welt aussuchen könntest: Wen hättest du gerne als Gast zum Abendessen?

Matthias Schweighöfer. Das verspräche ein lustiger Abend zu werden.

2. Wärst du gerne berühmt? Auf welche Art?

Ich bin schon ein Mensch, der positive Aufmerksamkeit braucht. Von daher. Ja, wäre ich. Auf welche Art? Naja…für das, was ich bin.

3. Hast du jemals einstudiert, was du am Telefon sagen willst, bevor du jemanden angerufen hast? Warum?

Klar, insbesondere bei wichtigen Telefonaten, bei denen ich etwas erreichen will oder bei denen etwas auf dem Spiel steht. Meine Erfahrung: zu intensiv einstudiert geht in die Hose.

4. Wie würdest du einen perfekten Tag beschreiben?

Ausschlafen – Zeit mit tollen Leuten verbringen – einschlafen.

5. Wann hast du das letzte Mal für dich gesungen? Für jemand anderen?

Ständig. Ich rede auch hin und wieder mit mir selber. Für jemand anderen gesungen habe ich das letzte Mal vorletztes Wochenende.

6. Wenn du 90 Jahre alt werden könntest und du ab dem 30. Lebensjahr entweder den Körper oder den Geist eines 30-Jährigen für die restlichen 60 Jahre behalten könntest, was würdest du wählen?

Den Körper. Der Geist wächst…und wenn er irgendwann damit aufhört und sich gar rückbildet, dann soll das so sein. Mit 30 hat man aber noch lange nicht alles gelernt oder gesehen. Mein Geist soll weiterwachsen.

7. Hast du eine geheime Vorahnung davon, wie du sterben wirst?

Es wird wohl schon mit meinem Lebenswandel zu tun haben. Nicht sonderlich glorreich, vermute ich und hoffe, dass es noch einige Jahrzehnte dauert, bis es soweit ist.

8. Nenne drei Dinge, die du und dein Gegenüber offenbar gemeinsam haben.

  • Wir kennen den Singleblog.
  • Wir lesen auf einem Bildschirm.
  • Wir haben Humor

9. Für welchen Aspekt deines Lebens bist du am dankbarsten?

Für meine Familie und meine Freunde.

10. Wenn du irgendetwas an der Art ändern könntest, wie du aufgezogen wurdest, was wäre das?

Hmm…ich glaube da haben meine Eltern einen ganz guten Job gemacht. Ich wüsste nicht, was daran geändert werden sollte.

11. Nimm dir vier Minuten, um deinem Partner so viel von deiner Lebensgeschichte zu erzählen, wie möglich.

Aufgewachsen in einem 1000-Seelen-Dorf. Glückliche behütete Kindheit mit Eltern und Geschwister. Mit Beginn der Schulzeit weniger glücklich aufgrund von Hänseleien, die sich eigentlich in der einen oder anderen Form bis in die Oberstufe weiterzogen. Weiterführende Schule. Wirklich gute Freunde getroffen. Militär, Studium, erster Beruf: mehr Freunde. Oft unglücklich verliebt. Rückkehr in die Heimat.

12. Wenn du morgen aufwachen könntest und eine Fähigkeit oder Qualität aussuchen könntest, die du hinzugewonnen hast, welche wäre das?

Selbstsicherheit und Vertrauen in mich selbst.

13. Wenn eine Kristallkugel dir die Wahrheit über dich, dein Leben, die Zukunft oder irgendetwas anderes verraten könnte, was würdest du wissen wollen?

Nichts. Es kommt, wie es kommen soll.

14. Gibt es etwas, von dem du schon sehr lange träumst? Warum hast du es noch nicht getan?

Ausserhalb Europas reisen. Das hat sich bis jetzt nie ergeben. Ich weiss nicht genau warum.

15. Was ist die grösste Leistung deines Lebens?

Erfolgreiches Studium und Weiterbildung.

16. Was schätzt du an einer Freundschaft am meisten?

Bedingungslosigkeit.

17. Was ist deine wertvollste Erinnerung?

Herbstferien als Kind mit der Familie am Meer.

18. Was ist deine schlimmste Erinnerung?

Meine erste depressive Episode.

19. Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr plötzlich sterben wirst, würdest du irgendetwas an der Art ändern, wie du jetzt lebst? Warum?

Ich würde wohl weniger darauf achten, was andere von mir denken und öfter sagen, wenn mir etwas missfällt. Und ich würde meinen Liebsten öfter sagen, wie sehr ich sie liebe.

20. Was bedeutet Freundschaft für dich?

Beständigkeit und Nähe. Unabhängig von geografischer Distanz und Kadenz der Zusammentreffen.

21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?

Sie sind für mich das Wichtigste, das Erstrebenswerteste im Leben.

22. Erzählt euch abwechselnd, welche positiven Eigenschaften euer Gegenüber hat. Nennt insgesamt fünf Charakterzüge.

Das machen wir dann beim ersten Aufeinandertreffen.

23. Wie nahe steht sich deine Familie? Hast du das Gefühl, deine Kindheit war glücklicher als die der meisten anderen Menschen?

Meine Familie ist mein wichtigstes Refugium. Sie gibt mir Halt und Orientierung, wenn ich den Weg nicht mehr sehe. Das Glück meiner Kindheit wurde aber auch von anderen Aspekten beeinflusst und ich glaube nicht, dass ich glücklicher war als die meisten anderen Menschen.

24. Wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?

Sie ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Wir können uns alles sagen und über alles reden.

25. Macht drei wahre «Wir»-Aussagen über euch. Zum Beispiel «Wir sind gerade in diesem Raum und fühlen uns...»

Auch das machen wir dann beim ersten Aufeinandertreffen.

26. Vervollständige diesen Satz: «Ich wünschte, ich hätte jemanden, dem ich erzählen könnte, dass...»

Habe ich. Freunde und Familie

27. Wenn dein Gegenüber einer enger Freund von dir werden würde, was müsste er über dich wissen?

Dass hinter der oft lauten und lustigen Fassade ein manchmal sehr trauriger Mensch sitzt.

28. Sag deinem Gegenüber, was du an ihm magst. Sei ehrlich und sagt auch Dinge, die du normalerweise nicht zu jemandem sagen würdest, den du gerade kennengelernt hast.

Dito. Beim ersten Aufeinandertreffen sehr gerne.

29. Teile einen peinlichen Moment aus deinem Leben mit deinem Gegenüber.

Phu…da fällt mir spontan nur das eine mal ein, als ich in den Sommerferien mit dem Velo am Strand ankam, meinen Ferien-Buddies winkte und mich dann behände aufs Maul legte, als alle zu mir schauten.

30. Wann hast du das letzte Mal vor einem anderen Menschen geweint? Wann hast du das letzte Mal alleine geweint?

Vor ein paar Wochen in einer kleinen Runde. Alleine Tränen in den Augen habe ich relativ oft, wenn ich etwas trauriges und berührendes mitbekomme. Tränengarantie: der Auftritt von Queen bei Live-Aid.

31. Erzähle deinem Gegenüber, was du jetzt schon an ihm magst.

Dass es immer noch mitliest.

32. Was - wenn es überhaupt etwas gibt - ist zu ernst, um Witze darüber zu machen?

Nichts. Es kommt vielmehr auf den Moment und die Runde an. Man sollte über alles Witzchen machen können. Das Leben ist ernst genug.

33. Wenn du heute Abend sterben würdest, ohne die Möglichkeit, mit irgendjemandem zu sprechen, Was würdest du am meisten bereuen, jemandem nicht gesagt zu haben? Warum hast du es demjenigen noch nicht gesagt?

Ich glaube, dass die Menschen, die mir wichtig sind, wissen, was ich ihnen zu sagen hätte. Ich würde es lediglich bedauern, es ihnen nicht öfter gesagt zu haben.

34. Dein Haus, in dem sich alles befindet, was du besitzt, steht in Flammen. Nachdem du deine Familie und Haustiere gerettet hast, reicht die Zeit noch aus, um eine Sache aus dem Haus zu retten. Was wäre das? Warum?

Meinen Laptop. Auf dem befindet sich so vieles, was mir wichtig ist. Schon nur die Fotos.

35. Von allen Menschen in deiner Familie - wessen Tod würde dich am meisten mitnehmen?

Das ist eine sehr gemeine Frage. Ich will das nicht aussprechen oder aufschreiben.

36. Teile ein persönliches Problem mit deinem Partner und frage ihn, wie er es lösen würde. Frage deinen Partner auch nach seiner Einschätzung, wie du dich mit dem Problem fühlst.

Ich definiere mich zu sehr darüber, wie andere über mich denken und mache mich oft kleiner, als ich eigentlich bin.

Ich bin gespannt auf eure Antworten und/oder eure Nachrichten an singleblog@somedia.ch. Vielleicht macht ja die Singleböckin auch mit.

Passt auf euch auf.

Euer Singlebock

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