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Hoch zu Ross durch Davos

Was da wohl los sei, fragten sich am vergangenen Dienstag sicherlich viele in Davos Anwesende. Der Verkehr auf der Talstrasse wurde umgeleitet, und zahlreiche Leute in Tarnanzügen schwirrten herum.

Andri
Dürst
25.06.22 - 17:00 Uhr
Aus dem Leben
Beim Pischa-Terminal fand das Defilée statt.
Beim Pischa-Terminal fand das Defilée statt.
ad

Das Ganze hatte seinen Grund. Auf dem Parsenn-Parkplatz wurde eine Fahnenabgabe durchgeführt. Doch es war keine gewöhnliche Einheit, die hier defilierte. Im Dorf zu Gast war nämlich die Veterinär- und Armeetiereabteilung 13. So hatte Davos nicht nur militärischen, sondern auch tierischen Besuch erhalten. Das Ereignis zog auch zahlreiche einheimische Schaulustige an, die sich die Zeremonie nicht entgehen lassen wollten.

Stationiert waren die beiden Train-Kolonnen sowie die Veterinär- und die Hundeführerkompanie im Engadin, in Schiers und in Bonaduz. Davos wurde wegen seiner zentralen Lage im Kanton als Veranstaltungsort für die Fahnenabgabe gewählt. Für die im Engadin stationierten Truppen bedeutete dies einen Marsch via Scalettapass nach Davos – so, wie es hunderte Jahre lang auch die Säumer machten.

«Noch nie war unsere Abteilung so viel auf der öffentlichen Bühne präsent», meinte Kommandant Oberstleutnant im Generalstab Fabien Peiry im Rahmen seiner Ansprache. Während des nun zu Ende gehenden Wiederholungskurses (WK) seien viele Menschen auf ihn zugekommen und hätten gesagt, dass sie gemeint hätten, es gäbe in der Armee gar keine Tiere mehr. «Die Bevölkerung schätzt unsere Truppe», lobte Peiry die Armeeangehörigen auf dem Platz. Man habe in den letzten drei Wochen die Abteilung einen Schritt weiterbringen können. «Es lebe die Armee und ihr Milizsystem», verkündete der Oberstleutnant. Anschliessend folgte die nach einem strengen Protokoll durchgeführte Fahnenabgabe. Dass sich nicht nur die Soldaten, sondern auch die Pferde und Hunde an den Ablauf hielten, war offensichtlich keine leichte Aufgabe, die dennoch bravourös gemeistert wurde.

Im Rahmen der Zeremonie gab es auch eine Ansprache eines Fribourger Regierungsratsmitliedes sowie Musikstücke, vorgetragen von der Musikgesellschaft Maienfeld. Nachdem der eigentliche Festakt vollzogen war, verschob die Abteilung via Mühle- und Bahnhofstrasse zum Seehofseeli, wo das eigentliche Defilée vor hohen Militärs und Ehrengästen stattfand. Die Truppe verschob weiter in Richtung Eishalle, wo für die geladenen Gäste ein Apéro bereitstand und der gelungene Austausch zwischen der Bevölkerung und des Militärs gefeiert werden konnte.

Eine Fahnenabgabe stellt jeweils den Schlusspunkt eines WKs dar.
Eine Fahnenabgabe stellt jeweils den Schlusspunkt eines WKs dar.
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Im Restaurant 1921 bedienten aufmerksame Soldaten die hungrigen und durstigen Gäste.
Im Restaurant 1921 bedienten aufmerksame Soldaten die hungrigen und durstigen Gäste.
ad
Vier von fünf Kompanien respektive Kolonnen standen bei diesem WK im Einsatz.
Vier von fünf Kompanien respektive Kolonnen standen bei diesem WK im Einsatz.
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Als Vertreter des Kleinen Landrates waren der «Davoser Sicherheitsminister» Jürg Zürcher und Landammann Philipp Wilhelm zugegen.
Als Vertreter des Kleinen Landrates waren der «Davoser Sicherheitsminister» Jürg Zürcher und Landammann Philipp Wilhelm zugegen.
ad
Mensch und Tier müssen bei diesen speziellen militärischen Funktionen ein gutes Team bilden.
Mensch und Tier müssen bei diesen speziellen militärischen Funktionen ein gutes Team bilden.
ad
Via Talstrasse verschob die Abteilung – hier im Bild die Hundeführerkompanie – zur Eishalle.
Via Talstrasse verschob die Abteilung – hier im Bild die Hundeführerkompanie – zur Eishalle.
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Die Musikgesellschaft Maienfeld sorgte insbesondere mit ihrer Interpretation des Heidi-Liedes für gute Stimmung.
Die Musikgesellschaft Maienfeld sorgte insbesondere mit ihrer Interpretation des Heidi-Liedes für gute Stimmung.
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