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Glarner honorieren den Einsatz für kranke Kinder

Glarner honorieren den Einsatz für kranke Kinder

Die Leserinnen und Leser der «Glarner Nachrichten» haben entschieden: Brigitte Trümpy-Birkeland aus Netstal ist deutlich zur «Glarnerin des Jahres 2020» gewählt worden. Sie freut sich sehr darüber.

Paul
Hösli
vor 1 Monat in
Aus dem Leben
Eine klare Sache: Brigitte Trümpy-Birkeland ist «Glarnerin des Jahres 2020».
SASI SUBRAMANIAM

Die Würfel sind gefallen: Brigitte Trümpy-Birkeland folgt auf Umweltlehrer Jonas Müller als «Glarnerin des Jahres». Die Netstalerin setzt sich bei der Wahl deutlich durch. Von den insgesamt 3342 eingegangenen Stimmen auf der Webseite der «Südostschweiz» gehen 1953 an Trümpy-Birkeland, was satten 58 Prozent aller Stimmen entspricht. «Das freut mich sehr. Es ist wunderbar, und ich werde es bestimmt in meine Signatur aufnehmen», so die 70-Jährige.

Ihr Sieg zeichnete sich schon relativ früh ab, zu gross war der Abstand auf Feuerwehrmann Reto Brändli aus Rüti mit 581 Stimmen und die Pflegefachfrau Margaretha Mossoni aus Mollis mit 312 Stimmen. «Ich wusste, dass viele Leute bei mir auf Facebook mitlesen», so Trümpy-Birkeland. Ja, sie habe Werbung für sich betrieben. «Vielleicht ist es gegenüber den anderen nicht fair, aber eigentlich steht jedem das Mittel der Sozialen Medien zur Verfügung. Zum Schluss ist es aufgegangen», sagt sie und lacht.

Die Leute freuen sich mit ihr

«Ich habe bereits sehr viele Gratulationen erhalten», erzählt Brigitte Trümpy-Birkeland gestern. «Sogar von Verwandten aus Argentinien», ergänzt sie. Dass sie sich über die Wahl freut, daraus macht Trümpy-Birkeland keinen Hehl. «Ich glaube auch, dass ich es verdient habe», sagt sie selbstbewusst.

2014 hat Brigitte Trümpy-Birkeland den Verein Sternentaler gegründet. Mit dem Verein schafft sie eine Insel für Familien mit einem schwer kranken, behinderten oder Sternenkind. Rund 200 Familien finden im Netstaler Netzwerk Gehör und Stimme, was im Coronajahr 2020 noch wichtiger geworden ist. «Ich wollte von Anfang an etwas schaffen, was es noch nicht gibt. Ich habe einfach begonnen, ohne zu wissen, was auch mich zukommt», blickt sie zurück. Umso glücklicher zeigt sie sich heute über das Erreichte. «Es ist schön zu erleben, was eine 70-jährige Grossmutter mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit alles erreichen kann.»

Mal gewinnt man, mal nicht

Die Wahl zur «Glarnerin des Jahres 2020» ist daher für sie ebenfalls eine schöne Bestätigung. Ihr Leben werde sich dadurch aber nicht massgeblich verändern, fügt sie scherzhaft hinzu.

Gegenüber der Wahl gab es jedoch auch kritische Stimmen, un-ter anderen in einem Leserbrief in dieser Zeitung und den Sozialen Medien. Der Vorwurf: Die «Glarner Nachrichten» würden sieben verdiente Personen zu Verlierern degradieren und nicht einen Gewinner küren. Trümpy-Birkeland winkt ab und sagt: «Es ändert nichts am Status, ob man sich als Gewinner sieht oder nicht.»

Im Leben sei es nun mal so: Mal gewinne man, mal verliere man. Brigitte Trümpy-Birkeland selber hätte sich definitiv nicht als Verliererin gesehen, wäre sie nicht zur Gewinnerin der Wahl gekürt worden. «Das wäre mir egal gewesen und ich hätte gut damit leben können.» Viel wichtiger sei ihr die Arbeit mit dem Verein Sternentaler, wie sie sagt: «Ich habe noch viele Botschaften, die ich in die Welt hinaustragen will.»

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..Menschen,vor allem benachteiligte Kinder mit Behinderung und schweren Krankheiten,und deren Familien etwas Sonne in den Alltag zaubern und oft auch mehr als das,MUSS oberste Priorität in einer Gesellschaft haben die immer mehr in Egoismus abdriftet...und das zelebriert Brigitte und Sternentaler rund um die Uhr...deshalb,mehr als verdient ,,Glarnerin des Jahres,,