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Schweizer Shoppingcenter legen 2023 mehrheitlich zu

Die Schweizer Shoppingcenter-Branche hat im vergangenen Jahr mehr Umsatz geschrieben und höhere Besucherfrequenzen verzeichnet. Zudem gab es haufenweise Mieterwechsel in den Shoppingtempeln.

Agentur
sda
19.06.24 - 09:27 Uhr
Wirtschaft
Szene aus dem Einkaufszentrum: Die Schweizer Shoppingcenter hatten 2023 ein gutes Jahr. (Archivbild)
Szene aus dem Einkaufszentrum: Die Schweizer Shoppingcenter hatten 2023 ein gutes Jahr. (Archivbild)
KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

In der Schweiz gibt es - Bahnhöfe und Flughäfen mitgezählt - 195 Shoppingcenter. Laut einer Umfrage der Branchenorganisation Swiss Council of Shopping Places (SCSP), bei der 27 Center mitgemacht haben, haben 17 Einkaufstempel vergangenes Jahr ihren Umsatz gesteigert. Sechs Shoppingcenter konnten den Umsatz im Vorjahresvergleich halten. Vier mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Insbesondere die kleineren und grösseren Zentren seien erfolgreich gewesen, schreibt der SCSP in seinem aktuellen Marktreport. So hätten knapp drei Viertel der «kleinen» Einkaufszentren mit Verkaufsflächen zwischen 5000 und 10'000 Quadratmetern ihre Umsätze gesteigert. Auch die grössten Zentren mit Verkaufsflächen von über 25'000 Quadratmetern legten zu.

Mittelgrosse Zentren im Gegenwind

Die mittelgrossen Zentren mit 10'000 bis 25'000 Quadratmetern Verkaufsfläche hatten es derweil am schwierigsten. Sämtliche Zentren, die einen Umsatzrückgang verzeichnen mussten, kamen aus dieser Kategorie.

Mit 17 Zentren zählte der Grossteil mehr Besucherinnen und Besucher. Bei acht Zentren blieben die Besucherzahlen auf dem Niveau des Vorjahres, zwei verloren Kunden.

Bei 25 der 27 befragten Zentren kam es zudem laut SCSP in den vergangenen Jahren zu «erheblichen» Veränderungen im Mietermix. Insgesamt wechselten dort 120 Mal die Mieter. Besonders häufig kämen Mieterwechsel in den Shoppingcentern mit der grössten Fläche vor.

Bei den Mieterwechseln zeigt sich gemäss dem Report, dass in Einkaufszentren nicht mehr nur typische Verkaufsläden gefragt sind. Denn die Kunden wollen im Shoppingcenter nicht nur Dinge wie Turnschuhe, Tomatenpüree und Krimis kaufen, sondern auch essen, zum Arzt gehen, die Nägel machen und das Handy flicken lassen.

Die Neuzugänge und Nachvermietungen in Einkaufszentren seien denn auch «hauptsächlich im Bereich persönlicher Dienstleistungen, Gesundheit, Wellness und alltäglicher Bedarfsartikel zu verzeichnen», heisst es. Die häufigsten Branchen in den Shoppingcentren sind Mode, Beauty, Kosmetik, Sport, Medizin, Gastronomie, Lebensmittel, Telekommunikation und Tiernahrung.

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