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Schweizer Arbeitsmarkt setzt Abwärtstrend fort

Der Schweizer Stellenmarkt kühlt sich weiter ab. Im zweiten Quartal ist die Zahl der freien Stellen laut dem Personaldienstleister Adecco deutlich geschrumpft.

Agentur
sda
10.07.24 - 06:44 Uhr
Wirtschaft
Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich weiter eingetrübt. (Symbolbild)
Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich weiter eingetrübt. (Symbolbild)
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Dies zeigt der am Mittwoch veröffentlichte «Swiss Job Market Index». Gemäss der Auswertung ist die Anzahl offener Jobs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8 Prozent zurückgegangen. Damit nähere sich das Stellenangebot weiterhin dem Vor-Pandemie-Niveau an, heisst es weiter. Im Vergleich zum Vorjahresquartal beträgt das Minus sogar 11 Prozent.

Besonders stark vom Nachfragerückgang betroffen seien Büroberufe wie etwa Sekretariatskräfte oder Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich wie Pflegefachpersonen. Aber auch IT-Spezialisten aus den Bereichen Systemadministration, Anwendungsprogrammierung und Datenbankentwicklung seien deutlich weniger gefragt.

Im Vergleich zum Vorquartal sei die Stellenanzahl für Personen mit diesen Jobprofilen um knapp ein Fünftel zusammengebrochen. Positiv entwickelt habe sich derweil das Stellenangebot für Fachkräfte im Bausektor (+10%).

Mehr Arbeitslose

Sowohl in der Deutschschweiz als auch in der lateinischen Schweiz zeige sich ein «abnehmender Trend» in der Stellenentwicklung: «Nicht nur das Stellenangebot nimmt ab, sondern auch die Anzahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 17'000 Personen gestiegen», lässt sich Marcel Keller, Länderchef der Adecco Gruppe in der Schweiz, in der Mitteilung zitieren.

Zeitgleich nehme auch die Anzahl der Unternehmen ab, die Rekrutierungsschwierigkeiten hätten. Für Arbeitnehmende werde die Stellensuche damit wieder zunehmend schwieriger, heisst es weiter.

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