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Gipfelstürmer der Technik

Gipfelstürmer der Technik

Besucher des Weissfluhgipfels – dem höchsten Punkt im Skigebiet Parsenn – mussten sich diesen Winter etwas länger gedulden als sonst. Grund war eine grössere Revision des Getriebes der Gipfelbahn.

Andri
Dürst
vor 1 Woche in
Tourismus
Die Gipfelbahn ist wieder fit für die Zukunft.
zVg/DKM

Bereits seit 1955 führt eine Seilbahn auf den 2817 m ü. M. liegenden Aussichtspunkt. 1983 wurde die Anlage vergrössert und die letzten grösseren Arbeiten 2012 ausgeführt. Nun hat das Getriebe – genauer gesagt ein DR800 von Kissling – eine «Auffrischung» erhalten. Unter anderem wurde ein neues Pendelrollenlager eingebaut, das aber vorher erhitzt werden musste. «Durch die Erhitzung dehnt sich das Lager aus und kann somit auf die Welle geschoben werden. Kühlt sich das Lager ab, sitzt dieses fest auf der Getriebewelle», erklärt Beni Walder, technischer Leiter Parsenn.
Nun läuft die Bahn wieder, sodass der Gipfel mit der imposanten Aussicht wieder bequem und schnell (mit 8 Metern pro Sekunde ist man in rund 2 Minuten oben) erreicht werden kann.

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Bilder: zVg/DKM (davosklostersmountains.ch)

Eine Kupplungshälfte wird mit dem Kran an den Montageort gehievt,
und die Montage der Kupplungshälfte wird vorbereitet.
Hier wird ein Ring ebenfalls mit Hilfe von Wärme montiert.
Die Kupplungshälfte wird sorgfältig auf die Antriebswelle montiert und anschliessend mithilfe einer sogenannten «Stüwe»-Schrumpfscheibe auf der Welle festgemacht. So wirdeine kraftschlüssige Verbindung zwischen Antriebswelle und Kupplung erstellt.
Wellen, Pendelrollenlager und Zahnräder wurden eingebaut,
sodass anschliessend der Getriebedeckel daraufgesetzt werden kann.
Gehäuseflansch wurde mit Dichtmasse bestrichen,
und beim darauffolgenden Schritt erfolgte die Montage des Getriebedeckels.
Das neue Pendelrollenlager wurde erhitzt und anschliessend auf die Getriebewelle geschoben.

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