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St. Moritz verstärkt Corona-Kontrollen bei Gastrobetrieben

St. Moritz verstärkt Corona-Kontrollen bei Gastrobetrieben

Nachdem ein Davoser Hotel versucht hat die Corona-Massnahmen zu umgehen, reagiert der Gemeindevorstand von St. Moritz. Er verstärkt die Corona-Kontrollen bei Gastrobetrieben und wendet sich mit einem Schreiben an die lokalen Betriebe.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Tourismus
St. Moritz Engadin See
Der Gemeindevorstand hat beschlossen, die coronabedingten Polizeikontrollen zu verstärken.
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Der Bund und die Kantone beschränken das Leben in Graubünden wie in der ganzen Schweiz mit Massnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Eine dieser Massnahmen in Graubünden ist die Schliessung der Restaurants. Von dieser Massnahme ausgenommen sind Hotelrestaurants, die ihre Gäste verpflegen.

Kürzlich wurde bekannt, dass in Davos einheimische Restaurantgäste kurzerhand als Hotelgäste eingebucht und die Buchungen nach dem Essen wieder storniert wurden, um die Corona-Massnahmen des Kantons zu umgehen. Diese Meldung sorgte nicht nur beim Davoser Krisenstab für saures Aufstossen. Auch in St. Moritz machen sich Bedenken bemerkbar.

Appell an die Gastrobetriebe

Aus diesem Grund hat der Gemeindevorstand ein Schreiben an alle St. Moritzer Leistungsträger aus Hotellerie, Gastronomie und dem Einzelhandel geschickt. Dieses Schreiben liegt auch «suedostschweiz.ch» vor. Dem St. Moritzer Gemeindevorstand sei bewusst, wie einschneidend die aktuellen Einschränkungen in Bezug auf Öffnung und Öffnungszeiten der Betriebe seien, heisst es. Allerdings würden sie hoffen, dass sich dank den Massnahmen weitere Restriktionen abwenden liessen und die touristische Wintersaison in St. Moritz stattfinden könne.

«Deshalb appellieren wir an Sie, sich an die aktuell gültigen Regeln zu halten und einfallsreiche Manöver zu unterlassen, welche die erlassenen Vorschriften und Regeln umgehen könnten», heisst es weiter. Fälle wie jener in Davos würden weder helfen das Virus einzudämmen, noch würden sie ein gutes Licht auf den entsprechenden Betrieb und die Gemeinde werfen. «Auch tragen sie nicht zur Motivation und Solidarität jener Betriebe bei, welche die Massnahmen tadellos umsetzen», so der St. Moritzer Gemeindevorstand.

«Wir wissen, Tourismusbetriebe haben es im Moment nicht leicht. Aber nur, wenn wir alle gemeinsam an einem Strick ziehen, können wir die Gegebenheiten verbessern und für alle das Bestmögliche aus der Situation herausholen.»

Polizeikontrollen werden verstärkt

Um die Einhaltung der vorgeschriebenen Massnahmen zu gewährleisten, verstärkt der Gemeindevorstand von St. Moritz die Kontrollen durch die Polizei. Sollten sich Betriebe nicht an die Regeln halten, dürfe und müsse die Gemeinde die Betriebe vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit schliessen, heisst es.

Auch bei Take-Away gibt es Regeln zu beachten

Ausserdem macht der Gemeindevorstand darauf aufmerksam, dass Take-Away eine beliebte Alternative geworden sei. Allerdings müssten auch hier einige Dinge beachtet werden: «Wichtig ist, dass dafür gesorgt wird, dass Getränke und Speisen nicht im oder um das Lokal konsumiert werden und dass es zu keinen Menschenansammlungen kommt», schreibt der Vorstand. Jegliches Mobiliar wie Sitzgelegenheiten oder Tische und Stehtische seien nicht zulässig.

Der Gemeindevorstand hofft, dass ab Weihnachten gewisse Massnahmen gelockert oder zumindest nicht verschärft werden. Abschliessend wünscht er im Schreiben eine möglichst gute Wintersaison, trotz der erschwerten Umstände. (hin)

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Die Einschränkungen sind nicht schön, aber notwendig. Hoffentlich ist der Lockdown erfolgreicher als der Teil-Lockdown, aber das liegt wohl in den Händen jedes einzelnen. Für Tausende wird es aufgrund des Virus das letzte Weihnachten/Neujahr mit der Familie werden.