Fahrradmechaniker/in werden? Steig auf!
Die Lehre als Fahrradmechaniker/in EFZ ist bei jungen Menschen enorm beliebt. Seit diesem Jahr ist die Ausbildung noch attraktiver. Wir nennen dir vier Gründe, warum du in diesem Beruf Erfüllung findest.
Die Lehre als Fahrradmechaniker/in EFZ ist bei jungen Menschen enorm beliebt. Seit diesem Jahr ist die Ausbildung noch attraktiver. Wir nennen dir vier Gründe, warum du in diesem Beruf Erfüllung findest.
Die Alltagsmobilität auf zwei Rädern hat während Corona einen immensen Aufschwung erfahren. Das hat auch viele junge Menschen dazu bewegt, beruflich auf das Velo zu setzen. «Wir sind seit 2021 in der komfortablen Situation, dass wir auswählen können, wem wir eine Lehrstelle anbieten möchten», sagt Marcel Leupi, Inhaber des Velogeschäfts LEUPI BIKE GmbH in Näfels. Wir nennen dir vier gute Gründe, warum sich eine Ausbildung als Fahrradmechaniker/in EFZ oder Zweirad-Assistent/in EBA lohnt.
Grund #1: Kein Tag gleicht dem anderen
Als Fahrradmechaniker/in EFZ bist du Spezialistin oder Spezialist für alles rund ums Velo. Du montierst neue Velos, führst Servicearbeiten aus und reparierst defekte Teile. Bremsen einstellen, Schaltungen justieren, Reifen flicken oder Elektronik prüfen – kein Tag gleicht dem anderen. Der Kundenkontakt gehört ebenfalls dazu: Du berätst Velo-Begeisterte, erklärst Reparaturen und gibst Tipps für die richtige Pflege. Was den Beruf seit diesem Jahr unter anderem noch attraktiver macht: Das Schweissen nicht mehr Teil der Grundausbildung, da es in Zeiten von Carbon- und Aluminiumrahmen fast keine Bedeutung mehr hat. Stattdessen wird nun der Fokus in der Berufsschule stärker auf den Verkauf und die dazugehörige Beratung gelegt.
Grund #2: Ein sanfter Einstieg ist möglich
Wer gern schraubt und ein Flair zum Tüfteln hat, ist in einer Velowerkstatt sicher gut aufgehoben. Das Technisch-Theoretische gehört jedoch auch zum Beruf. Besonders wichtig sind die Fächer Mathematik und Physik. Marcel Leupi ermutigt die Jugendlichen, sich von diesen Fächern nicht abschrecken zu lassen. «Wie sich jemand mit der Kundschaft gibt oder in der Werkstatt die Dinge in die Hände nimmt, ist für mich mindestens genauso wichtig wie die Schulnoten», so der Geschäftsinhaber. Für schwächere Schülerinnen und Schüler ist die zweijährige Ausbildung zum Zweirad-Assistenten oder -assistentin EBA eine prima Alternative. Wenn du in dieser Zeit Lust bekommen hast auf mehr, hängst du nach dem Abschluss die verkürzte Ausbildung zum Fahrradmechaniker/in EFZ an.
Grund #3: Ein Beruf im Herzen der Nachhaltigkeit
Velos spielen eine immer wichtigere Rolle in umweltfreundlicher Mobilität. Für dich bedeutet das: Du arbeitest in einem Beruf mit Zukunft und bist Teil dieses Wandels. Auf dich wartet eine aktive Community, die die gleichen Interessen hat und mit der dich austauschen kannst. So steckst du andere Menschen mit deiner Leidenschaft für Bewegung, Technik und Outdoor an – und es kommt viel zurück. Neben handwerklichem Geschick, technischem Interesse und Freude am Kontakt mit Menschen ist auch Ausdauer und körperliche Fitness von Bedeutung: Ein Velo ist schnell mal schwerer, als es aussieht.
Grund #4: Das Persönliche hat Platz
Ein Velogeschäft ist in der Regel ein kleiner oder mittelgrosser Betrieb: Du arbeitest also in einem überschaubaren Team, in dem du als Person geschätzt und mit deiner Arbeit einen Unterschied machst. Du darfst auch schon früh viel Verantwortung übernehmen. Interessierte schnuppern zwei Tage bei Marcel Leupi im Geschäft – vorwiegend in der Werkstatt. Marcel Leupi: «Wenn es konkreter wird, lade ich die Person zu einer ganzen Schnupperwoche ein.» Fest steht: Wer umgänglich ist und gut mit anderen zusammenarbeiten kann, wird sich in der Welt der Zweiräder pudelwohl fühlen.