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Kamil Stoch greift nach dem goldenen Adler

Kamil Stoch greift nach dem goldenen Adler

Kamil Stoch gewinnt das Springen in Innsbruck und reist als Leader der Vierschanzentournee zum Finale nach Bischofshofen. Gregor Deschwanden überzeugt mit einer Top-Ten-Klassierung.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Wintersport

Der dreifache Olympiasieger aus Polen setzte sich bei der dritten Station der Traditionsveranstaltung mit Flügen auf 127,5 und 130 m bei kniffligen Windbedingungen überlegen vor dem Slowenen Anze Lanisek und dem Tournee-Titelverteidiger Dawid Kubacki durch. Auf derselben Resultattafel wurde der Name von Gregor Deschwanden eingeblendet. Der Luzerner überzeugte mit einem persönlichen Tagesbestresultat im Rahmen der Vierschanzentournee. Er belegte mit Flügen auf 124,5 m und 126,5 m den 10. Rang.

Der 29-Jährige findet erstmals in seiner Karriere zur Konstanz. Er flog auch beim zehnten Weltcupspringen in diesem Winter in die Punkteränge und zum siebenten Mal in seiner Laufbahn in die Top Ten. Zwei 7. Ränge in Nischni Tagil bilden weiterhin Deschwandens Bestresultate.

Simon Ammann schied im 1. Durchgang aus. Trotz guter Aufwind-Bedingungen setzte der Toggenburger bereits nach 113 m auf. Dabei wäre er gegen Karl Geiger nicht einmal chancenlos gewesen. Der Sieger von Oberstdorf flog nach einem schwachen Sprung nur 117 m weit und verabschiedete sich aus dem Kampf um den goldenen Adler, die Trophäe für den Gesamtsieg.

Windpech bekundete der Tournee-Top-Favorit Halvor Egner Granerud. Der Norweger lag zunächst bloss im 29. Zwischenrang. Er verbesserte sich noch in den 15. Rang. Im Overall-Klassement ist er aber nun in die Defensive geraten. Stoch führt mit 15,2 Punkten Vorsprung auf Kubacki, Granerud als Dritter weist 20,6 Zähler Rückstand auf, was 11,5 Metern entspricht. Noch ist nicht alles verloren. Bischofshofen gilt als Flugschanze, die grosse Abstände ermöglicht.

Der Triumphator Stoch jubelte über einen souveränen Erfolg, mit dem er seinem dritten Tourneesieg nahe kommt. «Ich fühle mich fantastisch, das war ein sehr guter Tag für mich und das Team», sagte Stoch. «Es war sehr schön, hier so gute Sprünge zu zeigen, das ist eine meiner Lieblingsschanzen.»

Ganz anders war die Stimmungslage bei den Teams von Norwegen und Deutschland. «In Innsbruck gibt es nie faire Verhältnisse. Ich hatte hier noch nie einen guten Wettkampf, es ist jedes Jahr dasselbe», fluchte Granerud. Im TV-Bild war aber zu erkennen, dass der Norweger im zweiten Umgang den Absprung zu früh auslöste und somit einen Teil der Niederlage auf seine Kappe nehmen muss.

Für die starken Deutschen um Geiger und Markus Eisenbichler wurde der Innsbrucker Hügel wieder einmal zum Schicksalsberg, auf dem es mit Ausnahme der erfolgreichen WM 2019 nicht so recht klappen will. «Das Ding ist so gut wie durch, es ist einfach frustrierend», schimpfte Geiger. Der Weltmeister Eisenbichler meinte trocken: «Der Bergisel ist ab und zu einfach 'ne blöde Sau.»

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