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Niederlage zum WM-Auftakt

Niederlage zum WM-Auftakt

Die Schweizerinnen verlieren das erste Gruppenspiel an der WM in Uppsala (SWE) gegen Tschechien mit 2:5. Die Partie gestaltete sich lange Zeit ausgeglichen.

Südostschweiz
28.11.21 - 08:13 Uhr
Unihockey
Julia Suter schoss in der 7. Minute das 1:0.
Julia Suter schoss in der 7. Minute das 1:0.
Bild Claudio Schwarz/swiss unihockey

Gleich im ersten Spiel an der WM wartete der stärkste Gruppengegner auf die Schweizerinnen: die Weltnummer vier Tschechien. Beiden Teams war zu Beginn anzumerken, dass es die erste Partie in der IFU Arena und ein wichtiges Spiel für den weiteren Turnierverlauf war. Nach anfänglichem Abtasten stand in der 7. Minute Julia Suter genau richtig, als der Ball via Bande vors tschechische Tor kam und sie zum 1:0 einnetzen konnte. Drei Minuten später jedoch musste sich auch die Schweizer Torhüterin Monika Schmid erstmals bezwingen lassen: Nach einem Abpraller traf Karolina Suchá zum Ausgleich. Bei diesem Resultat – welches das Spielgeschehen gerecht widerspiegelte – blieb es bis zur ersten Pause.

Die Highlights des Spiels im Video:

Video swissunihockey.tv

Die Tschechinnen kamen zu Beginn des zweiten Drittels zu gefährlichen Abschlüssen, doch Schmid verhinderte den zweiten Gegentreffer. Erst Mitte des Drittels sorgte Corin Rüttimann vor dem gegnerischen Tor wieder für Wirbel. Doch sie verpasste und nur wenig später musste Chiara Gredig auf die Strafbank, da sie mit zu viel Körpereinsatz einen gegnerischen Konter verhinderte. Das Schweizer Boxplay und Schmid vermochten aber zu überzeugen und so überstand das Team von Rolf Kern die Unterzahlsituation. Die Schweizerinnen kamen daraufhin wieder vermehrt zu gefährlichen Abschlüssen, aber es fehlte an der Kaltblütigkeit. Zwei Minuten vor Ende des Drittels traf Andrea Gämperli nur den Pfosten – und auf der Gegenseite brachte Michaela Mlejnková ihr Team erstmals in Führung. Auf einmal war viel los auf dem Feld, die Schweizerinnen schienen wachgerüttelt. Jedoch vergaben sie gute Chancen und so ging es mit einem 1:2-Rückstand in die Pause.

Überzeugendes letztes Drittel wird nicht belohnt

Nach der Pause kamen die Schweizerinnen entschlossen aus der Garderobe und waren nach zwei Minuten sogleich erfolgreich: Auf schönes Zuspiel von Flurina Marti traf Michelle Wiki mit einem herrlichen Schuss zum Ausgleich. Doch ein Fehlpass von Marti stoppte den Schweizer Aufschwung: Pavlina Bačová nahm dankend an zum 3:2. Die Schweizerinnen suchten den Ausgleich, doch sie vergaben Topchancen. Die Tschechinnen kamen nur noch selten vors Tor von Schmid, verwerteten in der 52. Minute aber einen Konter erfolgreich zum 4:2. Isabelle Gerig vergab anschliessend einen Penalty. Die Wende, wie vor zwei Jahren im WM-Halbfinal in Neuenburg, blieb aus. 29 Sekunden vor Schluss verwertete Vendula Beránková einen Penalty zum 5:2. Wiki meinte nach dem Spiel: «Es hat lange gedauert, bis wir ins Spiel gefunden haben. Am Schluss – vor allem im letzten Drittel – haben wir mit dem Ball dominiert, aber kein Tor gemacht. Das zahlt sich am Schluss aus.»

Das zweite Gruppenspiel findet am Montag, 29. November um 16.00 Uhr gegen Lettland statt.

 

Tschechien – Schweiz 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)

IFU Arena, Uppsala (SWE); 245 Zuschauende; SR Timo Jarvi, Pertti Kirsila (FIN)

Tore: 7. Suter (Wiki) 0:1. 10. Suchá (Řepková) 1:1. 39. Mlejnková (Řepková) 2:1. 42. Wiki (Marti) 2:2. 43. Bačová 3:2. 52. Krupnová (Ratajová) 4:2. 59. Beránková (Penalty) 5:2.

Strafen: keine Strafe gegen Tschechien; 1x2 Minuten gegen die Schweiz

Tschechien: Christianová; Beránková, Jiráková; Koníčková, Paloncyová; Havlíčková, Keprtová; Šupáková; Ratajová, Krupnová, Bačová; Mlejnková, Suchá, Řepková; Chudá, Kubečková, Trojánková; Plášková, Kotzurová

Schweiz: Schmid; Mischler, Stella; Gredig, Marti; Stettler, Liechti; Berger; Gerig, Gämperli, Spichiger; Suter, Rüttimann, Wiki; Wyss, Cattaneo, Hintermann; Kühne, Hanimann.

Bemerkungen: Jana Christianová (CZE) und Michelle Wiki (SUI) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. 54. Minute Penalty für die Schweiz. Die Schweiz ab der 58. Minute zum Teil ohne Torhüterin.

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