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Andy Murray wie eh und je - Raducanu mit Achterbahnfahrt

Andy Murray wie eh und je - Raducanu mit Achterbahnfahrt

Drei Jahre nach seinem letzten Auftritt am Australian Open kehrt Andy Murray zurück wie eh und je: leidend, fluchend, kämpfend - und siegreich. Auch US-Open-Siegerin Emma Raducanu gewinnt emotional.

Agentur
sda
18.01.22 - 14:04 Uhr
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So kennt man ihn: Kaum einer kann sich auf dem Platz so schön über sich selber aufregen wie Andy Murray
So kennt man ihn: Kaum einer kann sich auf dem Platz so schön über sich selber aufregen wie Andy Murray
KEYSTONE/EPA/DAVE HUNT

Der fünffache Finalist Murray, nur noch die Nummer 113 der Welt, rang den als Nummer 21 gesetzten Georgier Nikolos Basilaschwili in knapp vier Stunden und fünf Sätzen nieder. 2019 hatte er in Melbourne sehr emotional seinen bevorstehenden Rücktritt angekündigt, dank einer Operation startete der 34-jährige Schotte aber ein Comeback mit künstlicher Hüfte. Auch die 2. Runde gegen den Qualifikanten Taro Daniel aus Japan scheint für Murray durchaus machbar.

Kyrgios hat viel Spass

Nur eine Woche nach seiner Covid-19-Infektion hatte Nick Kyrgios viel Spass auf dem Platz. In knapp zwei Stunden feuerte der oft umstrittene, aber selten langweilige Australier seinem britischen Gegner Liam Broady 21 Asse um die Ohren und zog sicher in drei Sätzen in die 2. Runde ein. «Ich hatte während meiner Isolation einen Tennisplatz und konnte zumindest Aufschläge üben», zeigte er sich zufrieden. «Ich servierte verdammt gut.» Kyrgios machte auch immer wieder Faxen mit den Fans, und selbst sein Gegner liess sich anstecken und machte gute Miene. Wie bei anderen Matches ist derzeit in Melbourne der Ausruf «Siuu» - in Anlehnung an einen Torjubel von Cristiano Ronaldo - sehr in Mode. «Ihr seid ein Zoo», meinte Kyrgios gut gelaunt zu den Zuschauern.

Kein Geburtstagsgeschenk für Kerber

So hatte sich Angelique Kerber ihren 34. Geburtstag sicher nicht vorgestellt. Die beste deutsche Tennisspielerin verlor gleich in der 1. Runde ohne Satzgewinn gegen die Estin Kaia Kanepi. «Es gibt manchmal Tage wie diese. Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt», sagte die Turniersiegerin von 2016. Damit geht es den deutschen Frauen wie den Schweizer Männern: Erstmals seit 1977 steht am Australian Open keine Deutsche in der 2. Runde.

Achterbahn mit Raducanu

Die US-Open-Siegerin Emma Raducanu kam zu ihrem ersten Erfolg gegen eine Top-100-Spielerin seit dem Triumph in New York im letzten September. Beim Dreisatz-Erfolg gegen Sloane Stephens - auch sie eine US-Open-Siegerin - vollführte die 19-jährige Britin eine emotionale Achterbahnfahrt: in 17 Minuten zum 6:0, gefolgt vom Satzausgleich und einem deutlichen, aber umkämpften 6:1. Raducanus US-Open-Finalgegnerin, die junge Kanadierin Leylah Fernandez, hatte weniger Erfolg und verlor deutlich gegen die Einheimische Maddison Inglis, die Nummer 133 der Welt.

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