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Finalsieg gegen College-Auswahl: Der HC Davos gewinnt die 97. Austragung des Spengler Cups und ist alleiniger Rekordsieger

Am Mittwoch traf der HCD im Spengler-Cup-Final auf die College-Auswahl. Während zwei Dritteln war die Partie ausgeglichen, im letzten Abschnitt sorgten die Davoser aber für den Unterschied und setzten sich 6:3 durch.

Annick
Vogt
31.12.25 - 14:33 Uhr
Regionalsport
6:3-Sieg im Final: Der HCD setzt sich gegen die College-Auswahl durch und gewinnt den Spengler Cup erneut nach 2023.
6:3-Sieg im Final: Der HCD setzt sich gegen die College-Auswahl durch und gewinnt den Spengler Cup erneut nach 2023.
Bild: Melanie Duchene / Keystone

Das Spiel

Die ersten Minuten der Finalpartie gehörten den US-College-Spielern. In den ersten vier Spielminuten kamen sie zu einer Handvoll Chancen, scheiterten aber entweder an Sandro Aeschlimann oder ihre Schüsse gingen knapp am Tor vorbei. Brendan Lemieux kam kurz darauf (4.) zur ersten guten Chance für den HCD. Sein Schuss kam aber zu direkt auf den amerikanischen Torhüter. Nachdem Nico Gross Anlauf in der eigenen Zone holte und bis in die gegnerische vorstiess, spielte er den Puck zu Matej Stransky. Der Tscheche war aus dem Slot heraus aber nicht erfolgreich. Nach einer Torchance nach einem Bully für die College-Auswahl waren es dann erneut die Davoser, die für Gefahr sorgen wollten: Gross sorgte mit seinem Schuss für einen Abpraller, Adam Tambellini konnte diesen aber nicht nach Wunsch nutzen (7.).

Danach kamen die Davoser immer besser ins Spiel. Filip Zadina (10.) versuchte es mit einer Einzelaktion, sein Schuss vom Bullykreis aus kam aber zu direkt auf den Goalie. Dann ging es schnell: Erst traf Rasmus Asplund aus dem Slot auf Pass von Enzo Corvi, der das Bully gewann, zum 1:0 (12.). Dann erzielte Ryan Walsh in der 14. Minute den Ausgleichstreffer für die College-Auswahl. Er erwischte Aeschlimann vom Bullykreis über der rechten Schulter. Kurz darauf jubelten wieder die Davoser: Tambellini sorgte aus dem Slot heraus für das 2:1. Danach lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, Tore blieben aber aus.

Kurz nach der Pause gehörten die ersten Minuten des zweiten Drittels der College-Auswahl. Während in der 22. Minute der Schuss noch am Tor vorbei ging, war er zwei Minuten später im Goal. Aiden Fink traf sehenswert aus der Drehung hinter dem Tor. Der HCD reagiert direkt: Valentin Nussbaumer erhält einen Rückpass und scheitert knapp am Beinschoner des Torhüters. Kurz nach der Hälfte der Spielzeit setzten sich die Davoser im gegnerischen Drittel fest. Corvi spielte einen sehenswerten Querpass durch die Zone der College-Auswahl und bediente Tambellini, der direkt vom Bullykreis aus abzog und zum 3:2 traf (32.).

Dann waren es erneut die College-Spieler, die zum dritten Mal ausgleichen konnten. Fink traf sehenswert zum 3:3. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts sorgten dann wieder die Bündner für Gefahr. Erst scheiterte Chris Egli am Beinschoner des Torhüters (34.), dann konnte Stransky vor dem Slot einen Abpraller nicht nach Wunsch nutzen (43.) und Lemieuxs Schuss ging knapp am Tor vorbei (47.). Die beste Chance hatte aber erneut Nussbaumer: Er kam alleine vor dem Slot an den Puck, doch die Scheibe sprang über den Stock und es blieb beim 3:3. Als Tino Kessler kurz vor der Pause von einem Stock im Gesicht getroffen wurde, wurde die College-Auswahl mit einer 2-plus-2-Minutenstrafe gebüsst.

Zu Beginn des letzten Drittels konnten die Davoser die vierminütige Überzahlsituation nicht für einen erneuten Führungstreffer nutzen. Stransky und Zadina sorgten dabei für die Torchancen, die Schüsse gingen aber entweder am Tor vorbei oder kamen zu direkt auf den Goalie zu. Danach lieferten sich die Teams erneut einen offenen Schlagabtausch. Erst sorgten die College-Spieler vor Aeschlimann für Gefahr (Schuss ging am Tor vorbei), dann scheiterte Asplund am Stock des gegnerischen Torhüters, ehe ein Schuss der Studenten-Auswahl knapp über das Davoser Tor flog.

In den letzten Minuten der regulären Spielzeit ging es dann schnell: In der 56. Minute sorgte Zadina dann für das 4:3. Der Tscheche traf sehenswert mit einem Distanzschuss und erwischte den gegnerischen Goalie über der linken Schulter. Wenig später erhöhte Corvi auf 5:3. Weil die Coaches Challenge der US-Auswahl nicht anerkannt wurde, mussten die Studenten dann mit einem Spieler weniger auskommen während zwei Minuten. Weil die College-Mannschaft dann zudem noch den Goalie vom Eis nahm, nutzte Captain Stransky die Chance zum 6:3 (58.). Damit sicherten sich die Davoser den 17. Sieg an diesem Turnier und ist damit alleiniger Rekordsieger. Zuvor teilte sich der HCD den Rekord mit dem Team Canada (16 Siege).

Die Top 3

Adam Tambellini: Der Kanadier sorgte im ersten Drittel für das 2:1 und traf zur Spielhälfte zum 3:2. Damit hatte der Stürmer grossen Anteil am Davoser Spiel.

Valentin Nussbaumer: Zweimal hat der Stürmer die gefährlichste Chance, ein weiteres Tor für den HCD zu erzielen, zweimal scheiterte er. Dennoch sorgte Nussbaumer immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor.

Rasmus Asplund: Der Schwede brachte die Davoser im Startdrittel in Führung. Danach sorgte er immer wieder für gefärhliche Chancen, etwa als er nur knapp am Stock des gegnerischen Goalies scheiterte (48.). 

Das gab zu reden

Als in der Look-Alike-Cam Maskottchen Hitsch gezeigt wurde, waren die Zuschauerinnen und Zuschauer gespannt, wer ihm am nächsten sah. Als dann eine Art Mütze im Steinbock-Look gezeigt wurde, konnte das echte Maskottchen nur die Hände über die Augen schlagen.

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