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Auch EHC Chur stimmt dafür: Swiss League führt Obligatorium für Halsschutz ein

Die Klubs der Swiss League haben sich für ein Halsschutz-Obligatorium ausgesprochen. Sie geht damit einen Schritt weiter als die National League.

Roman
Michel
20.06.24 - 08:23 Uhr
Regionalsport
Halskrause: Viele Churer Spieler (wie hier Simon Marha) spielten schon in der letzten Saison mit einem Schutz.
Halskrause: Viele Churer Spieler (wie hier Simon Marha) spielten schon in der letzten Saison mit einem Schutz.
Bild Livia Mauerhofer

An den Weltmeisterschaften? Pflicht. In Ligen wie der deutschen DEL oder in Schweden? Ebenfalls. Im Schweizer Juniorenbereich? Genauso. Mehrere Wettbewerbe und Ligen haben in den vergangenen Monaten ein Obligatorium für Halsschütze eingeführt. Auch als Reaktion auf den tragischen Tod von Adam Johnson. Der US-Amerikaner, der in der britischen Liga aktiv war, wurde im letzten November von einer Kuve eines Gegenspielers am Hals erwischt. Im Spital erlag er den Schnittwunden. 

Auf die kommende Saison kommt der Halsschutz auch in der zweithöchsten Liga in der Schweiz. Im Rahmen der Ligaversammlung sprachen sich sämtliche zehn Klubs, darunter auch der EHC Chur, einstimmig für ein Obligatorium für sämtliche Spieler aus. «In den kommenden Monaten bis zum Saisonstart werden von den Verantwortlichen die detaillierten Bestimmungen in Bezug auf die Anforderungen an einen Halsschutz, die korrekte Tragepflicht sowie den Umgang bei Missachten des Obligatoriums erarbeitet», heisst es in einer Mitteilung. 

Damit geht die Swiss League einen Schritt weiter als die National League. Dort erfolgt das Tragen eines Schutzes (noch) auf freiwilliger Basis. Wobei: Mit Servette hat im März auch ein Klub aus dem Oberhaus eine Tragepflicht eingeführt. Viele Spieler anderer Mannschaften tragen den Schutz freiwillig.   

Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz.

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