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Stoppen für Schulkinder

Am Montag startet im Kanton Glarus und in den meisten Teilen Graubündens das neue Schuljahr. Die Polizeikorps sorgen mit erhöhter Präsenz für Sicherheit für die Jüngsten.

Südostschweiz
14.08.22 - 04:30 Uhr
Polizeimeldungen
Rad steht, Kind geht: Wenn Kinder über den Fussgängerstreifen gehen, sollten Verkehrsteilnehmende ganz anhalten.
Rad steht, Kind geht: Wenn Kinder über den Fussgängerstreifen gehen, sollten Verkehrsteilnehmende ganz anhalten.
Pressebild

Schweizweit macht derzeit ein Plakat auf den Beginn des neuen Schuljahres aufmerksam. «Stoppen für Schulkinder» steht da. Das blau hinterlegte, weisse L soll aufzeigen, dass Schulkinder Lernende sind, die das Verkehrsverhalten noch nicht immer zuverlässig einhalten.

Auch die Polizei der Kantone Glarus und Graubünden und der Stadt Chur macht die Bevölkerung auf den Schulstart aufmerksam. In den ersten Wochen werde sie vermehrt an Schulwegen präsent sein, Kontrollen durchführen und gezielte Verhaltenstipps geben, teilt sie mit.

Vorbild sein

Mit Rücksicht und richtigem Vorleben würden Eltern und Verkehrsteilnehmende helfen, die Sicherheit für die Kleinsten auf dem Schul- und Kindergartenweg zu erhöhen, schreibt die Polizei. Zum Beispiel gelte die Regel «Rad steht, Kind geht». Alle Verkehrsteilnehmenden sollten deshalb vor dem Fussgängerstreifen ganz anzuhalten. 

Noch am Lernen: Das blau hinterlegte, weisse L auf dem Plakat weist darauf hin, dass vor allem die jüngsten Schülerinnen und Schüler das korrekte Verhalten im Strassenverkehr erst noch erlernen müssen.
Noch am Lernen: Das blau hinterlegte, weisse L auf dem Plakat weist darauf hin, dass vor allem die jüngsten Schülerinnen und Schüler das korrekte Verhalten im Strassenverkehr erst noch erlernen müssen.
Pressebild

Kein «Elterntaxi»

Die Polizei empfiehlt den Eltern, den Schulweg bereits vor dem ersten Kindergarten- oder Schultag mit dem Kind zu üben. Sichtbare Kleidung, auffällige Farben und reflektierendes Material würden helfen, das Kind auf der Strasse sichtbarer zu machen. Ebenso rät die Polizei vom sogenannten «Elterntaxi» ab. Dabei lerne das Kind nicht, sich im Strassenverkehr zu bewegen, und die wartenden Autos vor den Schulhäusern und Kindergärten würden zusätzliche Risiken schaffen. Und sie empfiehlt: «Gönnen Sie dem Kind das 'Erlebnis Schulweg'».

Mit der Einhaltung der folgenden Ratschläge können die Verkehrsteilnehmenden einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Schulkinder und zur Verkehrssicherheit leisten:

  1. Vorausschauend und langsam fahren, wenn mit Kindern im Strassenraum gerechnet werden muss.
  2. Vollständig anhalten, wenn ein Kind mit Vortritt die Strasse überqueren will.
  3. Auf Handzeichen verzichten, damit sich das Kind auf den übrigen Verkehr konzentrieren kann.
  4. Dem Kind die Zeit geben, die es braucht, und solange stehen bleiben, bis das Kind die Strasse überquert hat.

Verkehrsunterricht für die Kinder

Unmittelbar nach den Sommerferien beginnen gemäss Polizei die Verkehrsinstruktoren mit dem Unterricht in allen ersten Primarklassen und in den Kindergärten. Dort lernen die Kinder das korrekte und sichere Verhalten im Strassenverkehr - wie zum Beispiel, dass sie die Strasse erst überqueren dürfen, wenn die Räder stillstehen. (sz) 

Weitere Tipps und Infos: www.schulweg.ch

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