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Vier Festnahmen nach Bombendrohungen an Waadtländer Schulen

Vier Festnahmen nach Bombendrohungen an Waadtländer Schulen

Nach zahlreichen falschen Bombendrohungen in verschiedenen Schulen im Kanton Waadt hat die Polizei erneut Verdächtige festgenommen. Es handelt sich dabei um vier junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 23 Jahren, die diese Einrichtungen besuchen.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Polizeimeldungen
Nach einer Serie von falschen Bombendrohungen an Schulen hat die Waadtländer Polizei vier Verdächtige festgenommen. (Symbolbild)
Nach einer Serie von falschen Bombendrohungen an Schulen hat die Waadtländer Polizei vier Verdächtige festgenommen. (Symbolbild)
Keystone/LAURENT GILLIERON

Die für die Ermittlungen zuständigen Staatsanwälte haben eine Untersuchungshaft von mindestens drei Monaten beantragt, wie der Kanton Waadt am Freitag mitteilte. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um zwei Frauen, eine Schweizerin und eine Kroatin, und zwei Männer, einen Schweizer und einen Chilenen. Alle leben in der Region Lausanne. Derzeit gilt für sie die Unschuldsvermutung.

Möglicherweise waren weitere Personen an den Bombendrohungen beteiligt. Die Ermittler setzen deshalb ihre Untersuchungen fort. Bereits am Donnerstag hatte die Polizei elf Lehrlinge festgenommen. Seit Ende Januar ist es zu rund einem Dutzend falscher Alarme an Bildungseinrichtungen, hauptsächlich nachobligatorische Schulen, in der Region Lausanne gekommen.

«Kein Spiel»

Die Behörden weisen daraufhin, dass für jeden Fehlalarm eine Strafanzeige erstattet wird. Neben möglichen strafrechtlichen Folgen müssen Täter beziehungsweise deren Eltern für gesalzene Rechnungen für den Aufwand der Polizei geradestehen.

Die Kosten belaufen sich auf 10'000 bis 15'000 Franken pro Einsatz von jeweils 25 bis 30 Polizisten. Für das Nachholen eines Unterrichtstages an einer Berufsschule mit 700 Schülern könnten Behörden bis zu 70'000 Franken fällig werden.

«Es sieht aus wie ein Spiel, aber für die Polizei ist es das nicht», sagte Jean-Christophe Sauterel, der Kommunikationsverantwortliche der Kantonspolizei Waadt, Mitte dieser Woche. «Sie betrachtet den Alarm als echt, bis das Gegenteil bewiesen ist.»

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