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Gemeinderat für Grossrat-Landsession

Gemeinderat für Grossrat-Landsession

Anlässlich seiner zweitletzten Sitzung in diesem Jahr vom 15. November 2021 hat der Gemeinderat auch über eine Bewerbung um die Landsession 2023 des Bündner Grossen Rates diskutiert.

Klosterser
Zeitung
20.11.21 - 06:01 Uhr
Politik
Die Gemeinde Klosters befindet sich in der beneidenswerten Lage, aufgrund der finanziellen Gegebenheiten die Alpgebäude umfassend sanieren zu können.
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Im Rahmen der anlässlich der Sitzung durchgeführten Konsultativabstimmung sprachen sich die Klosterser Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit zehn gegen drei Stimmen für eine Bewerbung für die Landsession 2023 und damit für den entsprechenden Auftrag an den Gemeindevorstand aus.

Bekanntlich hatte sich die Gemeinde Klosters für die Landsession 2019 beworben, die Wahl der Bündner Parlamentsangehörigen fiel jedoch schliesslich auf die Gemeinde Pontresina. Aus Ressourcen- und finanziellen Gründen hat sich der Gemeindevorstand Klosters jüngst, entgegen den Empfehlungen der Klosterser Grossräte Martin Bettinaglio und Jöri Schwärzel Klingenstein, gegen eine Bewerbung ausgesprochen.

Gemeindepräsident Hansueli Roth erklärte namens des Vorstands insbesondere aus folgenden Gründen dessen ablehnende Haltung:

  • Für eine Woche Session mit bescheidener Aussenwirkung fallen für die ­Gemeinde nicht gedeckte Kosten von 150 000 bis 200 000 Franken an;
  • Dritträume müssen angemietet werden;
  • der Anlass verursacht eine hohe Per­sonalbelastung (bei bereits eingeschränkten Ressourcen).

Dabei gewichtete der Gemeindepräsident auch von Martin Bettinaglio angeführten Vorteile – Gewinn an Aussenwirkung und Bedeutung im Kanton und Präsentation als moderner Tourismusort mit Kongressinfrastruktur – gegenüber den Nachteilen als deutlich geringer. Die Gemeinderäte Samuel Helbling und Johannes Kasper erklärten, sie könnten sich auch eine Bewerbung erst auf die übernächste Landsession vorstellen.

Willkommene Sanierung der Alpgebäude

Gemeindevizepräsident Andres Ruosch, Departementschef Landwirtschaft, präsentierte in der Folge das bereits durch den Gemeindevorstand (politische Gemeinde) und die Bürgergemeinde ­beschlossene Geschäft «Sanierung der Klosterser Alpen 2021–2026».

Dafür haben die beiden Gemeinwesen für die Sanierungsarbeiten (gebundene Ausgaben) aus dem Bodenerlöskonto für insgesamt 29 Objekte gut 2.7 Mio. Franken frei gegeben. Die Umsetzung der entsprechenden Sanierungen ist auf der Zeit­achse in Sofortmassnahmen (2021) sowie über die Jahre 2022–2026 erforderliche  Instandstellungsarbeiten gestaffelt worden. Die Gebäudeaufnahmen wurden ­inzwischen für sämtliche Objekte abgeschlossen und die Sofortmassnahmen ausgeführt. Zur Zeit werden die Massnahmen 2022 geplant (unter anderem die  – wo erforderlich – BAB-Baugesuche). Grössere Arbeiten sind insbesondere den Alpen Albeina, Galtvieh-Silvretta, Obergarfiun, Zastia, Schönbodä und Novai erforderlich:

Die Gemeinderatsmitglieder begrüssten den auch den Alpgenossenschaften vertraglich zugesicherten Erhalt und die ­Instandstellung der entsprechenden ­Alpgebäude.

Auf den Hinweis von Gemeinderat Samuel Helbling, wonach im Rahmen einer ihm bekannten Sanierungsstrategie mit einer Ausnahme die Alphütten nicht mit einer Blitzschutzanlage ausgestattet wurden, hielt Gemeindepräsident Hansueli Roth fest, dass die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) für Objekte, die sich in der Gefahrenzone befinden, Blitzschutz-Anlagen empfiehlt, da diese andernfalls bei einem Vollbrand nicht wiederaufgebaut werden dürften.

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