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Weiter heftiger Beschuss zwischen Israel und Hisbollah im Libanon

Die Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben Dutzende Raketen vom Typ Katjuscha auf Ziele in Nordisrael abgefeuert.

Agentur
sda
11.06.24 - 11:32 Uhr
Politik
ARCHIV - Hisbollah-Anhänger skandieren bei der Beerdigung des Parteikämpfers, der im Südlibanon von einer israelischen Drohne abgeschossen wurde, während eines Trauerzuges im südlibanesischen Dorf Abbasiyeh Parolen. Foto: Marwan Naamani/dpa
ARCHIV - Hisbollah-Anhänger skandieren bei der Beerdigung des Parteikämpfers, der im Südlibanon von einer israelischen Drohne abgeschossen wurde, während eines Trauerzuges im südlibanesischen Dorf Abbasiyeh Parolen. Foto: Marwan Naamani/dpa
Keystone/dpa/Marwan Naamani

Es sei eine Reaktion auf vorige Angriffe der israelischen Armee in der Bekaa-Region gewesen, teilte die Schiitenmiliz am Dienstagmorgen mit. Das israelische Militär berichtete, dass etwa 50 Geschosse aus dem Libanon identifiziert worden sein. Einige seien erfolgreich abgeschossen worden, andere seien in offenes Gelände gefallen. Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es.

Bei dem mutmasslich israelischen Angriff auf einen Lastwagenkonvoi im Grenzgebiet zwischen dem Libanon und Syrien sind Aktivisten zufolge nahe der Bekaa-Ebene am Montagabend fünf Menschen getötet und weitere verletzt worden. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, dass unter den Opfern auch hochrangige Vertreter der Hisbollah gewesen seien. Die Miliz lagere in dem getroffenen Gebiet einen Grossteil ihrer Waffen.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen kommt es täglich zu militärischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee mit der proiranischen Hisbollah-Miliz, die mit der islamistischen Hamas verbündet ist, sowie anderen Gruppierungen im Grenzgebiet. Die Lage hat sich in den letzten Tagen deutlich zugespitzt.

Tote gab es dabei auf beiden Seiten. In Ortschaften beiderseits der Grenze hat der gegenseitige Beschuss schwere Zerstörungen angerichtet. Rund 150 000 Menschen wurden evakuiert oder verliessen die Kampfzone.

Zuletzt war die Lage noch weiter eskaliert, und es herrscht die Sorge vor einer deutlich grösseren militärischen Konfrontation, sollten diplomatische Bemühungen scheitern.

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