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Gemeindevorstand empfiehlt Initiativen zur Ablehnung

Gemeindevorstand empfiehlt Initiativen zur Ablehnung

Die Wogen schlugen hoch, als im vergangenen Jahr bekannt gegeben wurde, dass die Schulhäuser in Saas und Klosters Dorf geschlossen werden sollen.

Klosterser
Zeitung
vor 4 Wochen in
Politik
Gegen die Schulhaus-Schliessung in Saas wurden fünf Initiativen eingereicht.
KZ

Besonders in Saas wurde das ganze Dorf mobilisiert, um mit Plakaten über das ganze Dorf verteilt auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Mehrere Wiedererwägungsgesuch, welches die Saaser «IG Pro Schule Saas» an den Schulrat stellten, wurde von diesem abgelehnt. Hingegen signalisierte der Schulrat soweit Entgegenkommen, indem es die ersten beiden Primarschulklassen vorerst weiterhin den Unterricht in Saas besuchen lässt.

In der Folge wurde kurzfristig eine Unterschriftensammlung organisiert. Um sicherzugehen, dass das Anliegen von Erfolg gekrönt würde, reichte die IG schliesslich fünf Initiativen ein, welche zustande kamen. Zwei davon waren genau ausformuliert, zwei weitere in Form von allgemeinen Anregungen und eine fünfte schliesslich will erreichen, dass Initiativen künftig nicht nur als allgemeine Anregung eingereicht werden dürfen.:

  • Schulschliessungen vors Volk
  • Schulschliessungen vor Volk, Änderung Schulordnung
  • Wir wollen klare Initiativen
  • Schulschliessungen vors Volk, allgemeine Anregung für eine Abstimmung
  • Schulschliessung vors Volk, allgemeine Anregung Standortwahl

Der Vorstand beantragt dem Rat, die ersten zwei Initiativen aufgrund unzulässiger Form als ungültig zu erklären, die dritte (mit angepasstem Wortlaut), und die letzten beiden hingegen als gültig.

In seiner Botschaft spricht sich der Vorstand gegen eine Annahme der Initiativen aus. Angeführt werden als Gründe unter anderem eine unnötige Fixierung von Kleinklassen, die Verhinderung von flexiblen Klasseneinteilungen und von neutralen, fairen Lösungen zum Wohle aller Klosterser Schulkinder. Ausserdem würde die Annahme der Initiativen in den nächsten vier Jahren unnötige Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich generieren, welche von den Steuerpflichtigen zu tragen seien. Und schliesslich müssten auch in Klosters Dorf und Saas zwingend 1./2.-Kombiklassen geführt werden.

Letzteres ist tatsächlich ein Ziel der Initianten oder sogar das Hauptziel. Die Initianten wollen damit einerseits erreichen, dass die Fraktionen nicht von spielenden Kindern und einem lebendigen Dorfleben verwaist dastehen; andererseits, dass künftig über die Aufhebung der Schulstandorte der Souverän und nicht mehr der Schulrat entscheidet. Die Eltern sollen in die Planung involviert und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Bereits bei Gesprächen vor Lancierung der Initiativen hatte sich der Schulrat dagegen gewehrt.

In der Gemeinderatssitzung vom kommenden Donnerstag, 22. April, wird sich der Gemeinderat mit den Initiativen befassen. Geplant ist der Urnengang auf den 13. Juni 2021.

Lesen Sie mehr darüber in der «Klosterser Zeitung» vom 16. April.

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