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Das «Lumnezia» bleibt dabei: Mehr Aufwand, weniger Abfall

Das «Lumnezia» bleibt dabei: Mehr Aufwand, weniger Abfall

Die Verantwortlichen des Open Air Lumnezia 2019 ziehen ein rundum positives Fazit. Nicht zuletzt dank einer Schweizer Band und einem ökologischen Fortschritt.

Südostschweiz
vor 2 Jahren in
Kultur & Musik
Das Open Air Lumnezia 2019 wusste die Massen zu begeistern.
CORINNE RAGUTH TSCHARNER

So früh wie nie zuvor war das Open Air Lumnezia 2019 ausverkauft - heisst: 18'500 Festivalfans. Das gab Luft und Zeit, sich ausschliesslich auf die Organisation zu konzentrieren. Und das zahlte sich aus. Auch wenn das Wetter nicht immer ganz so gut mitspielte wie die Musiker auf der Bühne, spricht OK-Präsident Norbert Cavegn von «einem vollen Erfolg».

Besonders angetan war er nicht etwa vom Auftritt einer international bekannten Gruppe, sondern einer einheimischen. Am Samstagabend rockte die Band Hecht die Bühne - und wie. «Was Hecht ablieferte, war sehr eindrücklich», so Cavegn. Oder mit anderen Worten: «Bombe!» Cavegn spricht gar von einem der Highlights der letzten Jahre.

Zufriedene Bands, geschonte Natur

Das Open Air Lumnezia ist bekannt als das «grosse Kleine» im Schweizer Open-Air-Kalender. Entsprechend wissen die auftretenden Bands das Familiäre zu schätzen. Auch dieses Jahr gab es für die Acts nichts zu bemängeln. «Wir stecken unser ganzes Herzblut in das Open Air, sind ein eingespieltes Team und wagen auch mal etwas Neues. Wir wollen uns weiterentwickeln - das merken auch die Bands», so Cavegn.

Erstmals arbeitete das Open Air in Degen mit der Insembel GmbH zusammen, mit der man eine Nachhaltigkeitsstrategie ausgearbeitet hatte. Einwegbecher waren deshalb Geschichte. Sie wurden durch Mehrwegbecher ersetzt, ebenso wie die PET-Flaschen - auf beiden liegt neu ein Pfand. So sollen weniger von ihnen im Abfall landen und stattdessen recycelt werden können. «Die neue Strategie erforderte viel Vorbereitung, etwa was die Logistik angeht. Ein Mehrwegbecher-System ist gut, braucht aber Platz und Personal», sagte Cavegn. Ein Aufwand, der sich offensichtlich lohnt. Denn das «Lumnezia» verfolgt das Projekt weiter. «Wir wollen damit einen Denkanstoss geben und nicht gleich die Welt verbessern. Das Ziel sollte es sein, dass Festivalbesucher nicht mehr Abfall produzieren als zu Hause.» Das sei möglich.

Möglich ist auch, dass bei der nächsten Austragung auch das Wetter mal ganz mitspielt. (men)

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