Pilot mit Veloplatz-Reservation
«Wer bei der Postauto-Fahrt sein Velo mitnimmt, soll auch einen garantierten Platz dafür haben», meldet Postauto. Auf vier Strecken gilt ab dem 3. Juni eine Reservationspflicht respektive -möglichkeit.
«Wer bei der Postauto-Fahrt sein Velo mitnimmt, soll auch einen garantierten Platz dafür haben», meldet Postauto. Auf vier Strecken gilt ab dem 3. Juni eine Reservationspflicht respektive -möglichkeit.
«Postauto will seinen Fahrgästen, die ihr Bike mitnehmen, ein ungetrübtes Freizeit-Erlebnis bieten und testet deshalb in Graubünden die obligatorische Veloplatz-Reservation», schreibt Postauto in einer Mitteilung. Daher gilt zwischen dem 3. Juni und dem 20. Oktober eine obligatorische Veloplatz-Reservation auf den Linien von Chur über Flims, Laax bis nach Falera. Ausserdem für die Linien von Chur auf die Lenzerheide und von dort weiter nach Davos. Auch von der Lenzerheide aus nach Zorten gilt neu eine Reservationspflicht. Begründet wird das mit den vielen Bikestrecken entlang dieser Linien, die immer beliebter würden. Zwar habe Postauto über die vergangenen Jahre die Kapazitäten beim Velotransport mit Heckträgern und Anhängern kontinuierlich ausgebaut. «Dennoch kam es vor, dass zu bestimmten Zeiten nicht alle Velos mitgenommen werden konnten», stellt Postauto fest. Die Reservationspflicht soll sicherstellen, dass die Kundschaft in Zukunft auf den erwähnten Linien einen gesicherten Platz für ihr Velo hat. «Der Veloausflug wird damit entspannter, und es entsteht an den Haltestellen kein Gerangel um freie Veloplätze am Postauto.» Bei der obligatorischen Veloplatz-Reservation in Graubünden handle es sich um ein Pilotprojekt, lässt Postauto weiter wissen. «Im Kanton Wallis existiert bereits seit einigen Jahren das Reservations-System ‹Resabike›, mit dem Postauto gute Erfahrungen gemacht hat.» Denn die Kundschaft würde es begrüssen, weil damit ihr Platz für den Biketransport gesichert sei. «Macht Postauto in Graubünden mit dem Testbetrieb einer Veloplatz-Reservation via SBB-App und im SBB-Webshop gute Erfahrungen, so soll dieses System gemäss heutiger Planung ab 2025 in ganz Graubünden sowie im Wallis und im Berner Oberland eingeführt werden.»
Reservation über die App
Erfolgen soll die Reservation über die bereits erwähnten Kanäle. Mobiles Internet ist dabei allerdings fast zwingend. Denn wer über kein solches verfügt, dem bleibt nur der Gang an den Schalter der RhB oder der Anruf beim SBB-Kundendienst. «Wir gehen davon aus, dass sich ausländische Gäste, die mit einem Bike Touren unternehmen, sich vorgängig informieren über Routen und Velotransport-Möglichkeiten. Dazu gehört auch die Reservationspflicht für Veloplätze im Postauto. Unser Personal ist zudem geschult, um diese Gäste entsprechend zu informieren», antwortet Urs Bloch, Mediensprecher von Postauto auf eine entsprechende Frage der DZ.
Kontingente anzeigen
Nutzenden der SBB-App hingegen würde bereits jetzt angezeigt, auf welchen Linien eine Reservationspflicht bestehe. «Ist das Kontingent ausgeschöpft, sind gar keine weiteren Reservationen mehr möglich.» Dabei können zwar auch Teilstrecken reserviert werden, doch umgekehrt ist das System noch nicht so eingerichtet, dass automatisch freie Teil-strecken angezeigt werden. «Wenn ich demnach einen Platz reservieren will auf einer Strecke, auf der ab einer späteren Haltestelle bereits alle Plätze belegt sind, zeigt es an, dass die Reservation nicht möglich ist», erklärt dazu Bloch. Weiterhelfen könnten in solchen Fällen die Chauffeure. Sie sehen in ihrem System, an welchen Haltestellen Fahrgäste mit Velos warten, und können Teilstrecken freigeben. «Sicher werden unsere Fahrerinnen und Fahrer kulant sein und Personen mit Velo, aber ohne Reservation mitnehmen, sofern es genügend Platz hat. Aber wenn alle Plätze reserviert sind, haben die Fahrgäste mit einer Reservation Vorrang. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es für die Kundinnen und Kunden frustrierend sein kann, wenn sie mit dem Velo an der Haltestelle stehen, aber alle Veloplätze bereits besetzt sind, wenn das Postauto ankommt. Das möchten wir künftig verhindern.»
Keine Kapazitätserhöhung
Reservationen sollen mit dem neuen System bis kurz vor der Abfahrt vorgenommen werden können. Eine höhere Transportkapazität wird sich daraus allerdings nicht ergeben. «Wir wissen aus unseren Erfahrungen, auf welchen Strecken viele Bikerinnen und Velofahrer unterwegs sind.», antwortet Bloch auf eine entsprechende Frage. «Dort haben wir vielerorts nach Möglichkeit die Kapazitäten erhöht. Sicher geben uns die Reservationen Hinweise darauf, auf welchen Strecken viele Fahrgäste mit Velo unterwegs sind. Es ist aber nicht so, dass wir aufgrund der Reservationen kurzfristig die Kapazitäten erhöhen können.» Die Fahrzeuge seien bereits mit Heckträger oder Anhänger ausgerüstet. «Diese Ausrüstung lässt sich nicht noch einmal erhöhen.»
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