×

Nun wird geduscht

Seit drei Wochen ist die neue Rad-Waschanlage auf dem Werksgelände der OBT Oberrauch AG in Betrieb, und schon kann eine Verbesserung festgestellt werden.

Südostschweiz
18.10.24 - 14:00 Uhr
Mobilität
IMG_7699
Mit einem Druck von zwei Bar werden Räder und Radkästen gründlich gespült.

Der Staub beim Kieswerk in Frauenkirch ist ein altbekanntes und leidiges Thema, bei dem man bisher keine wirklichen Verbesserungen erreichen konnte: Besonders bei trockenem Wetter trugen die vom Werksareal fahrenden Lastwagen Schmutz mit sich, der sich auf der Strasse ablagerte, von jedem weiteren darüber fahrenden Fahrzeug aufgewirbelt wurde und sich überall verteilte. Das regelmässige Benetzen der Ausfahrt und deren Reinigung mehrmals pro Woche brachten zwar viel Aufwand, aber nicht wirklich eine Verbesserung. «Bei Hochbetrieb haben wir schon mal 200 Fahrten pro Tag», schätzt Fabian Adank, Betriebsleiter bei OBT Oberrauch.

Mit der seit drei Wochen installierten Rad-Waschanlage soll das Ärgernis jedoch definitiv der Vergangenheit angehören. Neu fährt jeder das Werksareal verlassende Lastwagen über eine rund acht Meter lange Metallkonstruktion. Dort werden aus vier Pumpen von unten und seitlich bis etwa auf einen Meter Höhe die Räder und die Radkästen gespült. Das Wasser fliesst anschliessend über eine Metallwanne in ein daneben ausgehobenes Absetzbecken. «Das Wasser ist mit einem biologischen Flockungsmittel versetzt», erklärt Adank. «Das führt dazu, dass der Schmutz schneller absinkt und sich am Boden des gut zwei Meter tiefen Beckens sammelt.» Das Wasser fliesst indes wieder zurück in den Tank und wartet dort auf seinen nächsten Einsatz. «Es ist ein geschlossener Kreislauf, wir verlieren einzig das an den Pneus haften bleibende Wasser und müssen deshalb immer wieder mal ein paar Liter nachfüllen.» Alle paar Monate muss ausserdem der Bodensatz ausgebaggert werden. «Einige Schaufeln rausnehmen, das reicht.» Lobend erwähnt Adank auch die Wartungsfreundlichkeit der Anlage. Gemeint ist damit, dass die Rohre nach jedem Waschgang geleert werden und dadurch nicht einfrieren können. Ausserdem war die auf jeder Seite mit einer etwa drei Meter langen Rampe versehene und in der gesamten Breite etwa neun Meter umfassende Anlage schnell installiert. «Wir brauchten dafür nur gerade zweieinhalb Wochen.» Nun soll der befestigte Bereich der Einfahrt zum Kieswerk noch verlängert und verbreitert werden, und dann ist man überzeugt, dass das Staubproblem definitiv der Vergangenheit angehört.

Die Betreiber am Standort Frauenkirch sind von der Anlage sogar so überzeugt, dass auch bei der Deponie Tola demnächst eine gleiche installiert werden soll. Und die Idee könnte noch weitergedacht werden. «Ja, solche Anlagen gibt es auch in mobil», bestätigt Adank.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Mobilität MEHR