Geballte Ladung Davos – nicht nur für das Schweizer Olympiateam
Anfang Woche haben die verschiedenen Wintersport-Verbände die letzten Selektionen für die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina (I) vorgenommen. Nun steht fest, dass rund 30 Personen mit Davoser Bezug auf Medaillenjagd gehen werden.
Anfang Woche haben die verschiedenen Wintersport-Verbände die letzten Selektionen für die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina (I) vorgenommen. Nun steht fest, dass rund 30 Personen mit Davoser Bezug auf Medaillenjagd gehen werden.
Neun vom HCD dürfen mitmachen
Gleich neun Spielerinnen und Spieler aus der HCD-Organisation haben den Sprung in ihre Nationalteams geschafft. Für die Schweiz werden Simon Knak, Michael Fora und HCD Lady Leoni Balzer spielen. Matej Stransky wurde von Tschechien, Enzo Guebey von Frankreich aufgeboten. Und auch Aurora Abatangelo, Rebecca Roccella (beide Italien), Marie-Pierre Pélissou (Frankreich) und Klara Seroiszkova (Tschechien) haben den letzten Kaderschnitt überstanden. Eigentlich könnte man auch Ken Jäger dazu zählen, denn der noch bei Lausanne spielende Davoser wird an Olympia teilnehmen und in der nächsten Saison für den HCD stürmen. Bei den Schweizerinnen sind zudem mit Stefanie Wetli und Alessia Baechler Spielerinnen aufgeboten, die in der letzten Saison noch das Trikot der HCD Ladies getragen hatten. Zudem stammt auch Ivana Weg (nun EV Zug) aus Davos.
Viele junge Teilnehmende
Auffallend ist, dass viele Olympioniken und Olympionikinnen mit Davoser Bezug noch recht jung sind und es für die meisten dementsprechend die ersten Winterspiele sind, an denen sie teilnehmen werden. Dies trifft beispielsweise für die Biathlon-Asse Lea Meier, Lydia Mettler (geborene Hiernickel) und James Pacal zu. Weitere Gemeinsamkeit: Alle drei haben das Sportgymnasium Davos besucht und mit der Matura abgeschlossen. Dies trifft auch für die Skirennfahrerin Vanessa Kasper zu, die den Sprung ins Schweizer Olympiakader dank guter Weltcup-Resultate im Riesenslalom schaffte. Mit Jahrgang 1996 gehört sie jedoch bereits zu den erfahreneren Teammitgliedern.
Gut vertreten ist Davos auch bei den Freestylerinnen und Freestylern. Von Freeskier Kim Gubser darf man sicher einiges erwarten, und dasselbe gilt sicher auch für Talina Gantenbein, die mittlerweile zu den besten Skicrosserinnen gehört. Möglichst gut abschneiden wollen auch Alpin-Snowboarder Gian Casanova sowie die beiden Snowboard-Freestyler David Hablützel und Jan Scherrer. Alle drei sind schon «alte Hasen» im Geschäft und absolvierten das Sportgymnasium Davos. Recht gut unterwegs ist zudem Snowboard-Freestylerin Isabelle Lötscher, die mittlerweile international den Durchbruch geschafft und einst die Talentschule Davos besucht hatte.
Skimountaineering als neue Disziplin
Die Langläuferinnen und Langläufer haben fast alle einen Bezug zu Davos, sei es, weil sie regelmässig dort trainieren oder sogar einheimisch sind. Gespannt sein darf man auf das Abschneiden des Monsteiners Valerio Grond, dem im Sprint und Teamsprint sogar Medaillenchancen attestiert werden. Den Sprung ins Olympiakader hat auch Alina Meier, während es Désirée Steiner und Jason Rüesch nicht gereicht hat. Beide zeigten sich zwar enttäuscht, erklärten aber auch, dass eine Teilnahme nicht viel bringe, wenn man sich nicht in passender Form befinde.
Erstmals wird Skimountaineering als olympische Disziplin auf dem Programm stehen. Die Schweiz darf sich auch dort intakte Medaillenchancen ausrechnen. Mit Arno Lietha (Klosters) und Jon Kistler (besuchte die SSGD) werden zwei ambitionierte Sportler ihre Chance zu packen suchen.
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