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Der A13-Anschluss bei Reichenau bekommt eine Ampel

Am A13-Anschluss bei Reichenau treffen kantonale Hauptstrassen auf die Nationalstrasse A13, was zu Engpässen und höherem Unfallrisiko führt. Eine Lichtsignalanlage soll ab 2026 Abhilfe schaffen.

Carmen
Lechner
22.04.25 - 11:00 Uhr
Graubünden
Umgestaltung Anschluss Reichenau A13
Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss sollen verbessert werden: Der A13-Anschluss bei Reichenau bekommt eine Ampel.
Pressebild

Der A13-Anschluss bei Reichenau sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Erschliessung des ganzen Bündner Oberlands und dessen touristischen Zentren sowie der angrenzenden Industriegebiete, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) in einer Mitteilung festhält. Der Anschluss, der aus mehreren Knoten besteht, die sich gegenseitig beeinflussen, sei zu Spitzenzeiten oft überlastet, es komme zu Rückstaus und die Unfallhäufigkeit nehme zu. Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, habe das Tiefbauamt Graubünden zusammen mit dem Astra die Situation beurteilt und verschiedene Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation untersucht.

Vermieden werden sollen primär Rückstaus auf die Stammachse der A13. Zudem soll der Verkehrsfluss verbessert und die negativen Auswirkungen auf das angrenzende Kantonsstrassennetz reduziert werden. Dies betreffe insbesondere die Kreuzung der Oberalpstrasse mit der Italienischen Strasse, wo der Verkehr aus dem Bündner Oberland die Einfahrt von Domat/Ems her erschwere.

Bessere Lösungen wären aufwendiger

Wie das Astra schreibt, wäre eine Entflechtung der Verkehrsströme zwar langfristig die effektivste Massnahme, diese hätte aber einen umfassenden Umbau des Anschlusses zur Folge. Auch ein Kreiselverkehr sei aufgrund des Verkehrsaufkommens und der Verkehrsbeziehungen ungeeignet. Um die Situation kurz- und mittelfristig zu verbessern, komme daher nun eine verkehrsabhängig gesteuerte Lichtsignalanlage zum Zug. Diese soll nächstes Jahr umgesetzt werden.

Die Lichtsignalanlage biete die Möglichkeit, die einzelnen Verkehrsäste je nach Verkehrsaufkommen unterschiedlich zu priorisieren, um Rückstaus auf den einzelnen Verkehrsachsen zu reduzieren und ein sicheres Kreuzen der verschiedenen Fahrspuren zu ermöglichen. Durch die Regelung der heute vortrittsberechtigten Fahrspur der Oberlandstrasse in Richtung Chur, direkt auf die N13, werde es auf dieser Achse zwar eine neue Verkehrseinschränkung ergeben. Gesamthaft gesehen werde sich der Verkehrsfluss sowie die Kapazität des Anschlusses jedoch verbessern. (red)

Carmen Lechner produziert Inhalte für das Newsportal «suedostschweiz.ch» in einem Teilzeitpensum. Die Bündnerin studierte Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Luzern, war in den Bereichen Journalismus und Medienarbeit tätig und ist heute hauptberuflich Mami. Sie lebt mit ihrer Familie am Walensee.

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