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Mit Pond Hockey gegen den Klimawandel

Am 13. Dezember findet auf dem Davoser Eistraum ein Pond-Hockey-Turnier statt. Was nach «Spass und Kneble für jedermann» tönt, hat jedoch einen durchaus ernsten Hintergrund.

Pascal
Spalinger
30.11.25 - 07:00 Uhr
Eishockey
Im Pond Hockey werden auch Weltmeisterschaften ausgetragen.
Im Pond Hockey werden auch Weltmeisterschaften ausgetragen.
zVg (Wikipedia.org)

«​Pond Hockey ist ähnlich wie Halleneishockey, wird aber im Freien und meist auf einem See oder Teich gespielt. Bei Pond-Hockey-Turnieren wird üblicherweise vier gegen vier gespielt, im Freizeitspiel gibt es jedoch keine festgelegte Spieleranzahl pro Team. Die Spieler versuchen aber, die Mannschaften so gut wie möglich auszugleichen. Je nach Ausrüstung und Verfügbarkeit der Spieler wird beim Pond Hockey ein Torwart eingesetzt oder auch nicht. Ohne Torwart können die Tore mit allem Möglichen markiert werden, von offenen, regulären Hockeytoren bis hin zu den Schuhen der Spieler. Seit seinen Anfängen hat Pond Hockey enorm an Popularität gewonnen, und offizielle Turniere finden weltweit statt. Diese Turniere haben das Konzept des spontanen Jugendhockeys zu einer ernstzunehmenden Sportart weiterentwickelt. Die Spielfelder können unterschiedlich gross und geformt sein, ähneln aber typischerweise verkleinerten Hallen-Eishockeyfeldern. Manche Pond-Hockey-Felder verwenden Banden, in den meisten Fällen dient jedoch der aufgeschüttete Schnee vom Schneeräumen des Teichs oder Sees als guter Ersatz.» Soweit die Definition von Pond Hockey, wie sie auf Wikipedia und anderen Online-Nachschlagewerken zu finden ist.

Weniger Eistage

Soweit, so gut. Doch in den letzten Jahren beschert ein Phänomen Turnierorgani­satoren und Spielenden zunehmend Schwierigkeiten: der Klimawandel. Es gibt immer weniger Eistage, während denen beispielsweise ein See oder Weiher zufrieren kann. Dementsprechend rarer werden die Flächen, auf denen Pond Hockey gespielt werden kann, sowie die Zeitphasen, in denen das gefahrlose Spielen möglich ist. Das Phänomen ist nicht nur in Kanada oder Finnland, sondern auch in der Schweiz zu beobachten. Trotzdem gibt es beispielsweise in Silvaplana ein grosses Turnier, das Bekanntheit weit über die Grenzen hinaus geniesst. Die internationale Bewegung «Save  Pond Hockey» hat sich zum Ziel gesetzt, auf die Problematik hinzuweisen. Mit Pond-Hockey-Turnieren machen sie auf den Verlust natürlicher Eisflächen aufmerksam und unterstützen Organisationen, die sich für deren Erhalt einsetzen. Seit 2015 wurden weltweit über 40 Turniere organisiert – von Finnland bis Kanada – und bereits zahlreiche Klima- und Naturschutzprojekte finanziert.

In Davos auf Kunsteis

Am 13. Dezember wird ein Turnier auf dem Davoser Eistraum stattfinden. Auf die Idee kamen die Verantwortlichen während eines Pond-Hockey-Turniers im finnischen Tampere. Nun soll in der Schweiz für den Gletscherschutz gesammelt werden. Jedes Team, das an einem Turnier mitmacht, zahlt einen Einsatz, zudem können die Anlässe auch von Sponsoren und Gönnern unterstützt werden. Die Verantwortlichen wandten sich an David Solèr, seines Zeichens Verantwortlicher Sportanlagen der Gemeinde Davos, und dieser war von der Idee begeistert. So findet nun also eine Woche nach der offiziellen Eistraum-Eröffnung das erste Pond-Hockey-Turnier in Davos statt – zwar auf Kunsteis, aber immerhin auf einer ehemaligen Natureisbahn, womit das Anliegen der Veranstalter zusätzlichen Sinn erhält. Teilnehmen können insgesamt 24 Teams, und es hat noch einige Plätze frei. Gespielt wird mit vier gegen vier Spielern, und dies in Sechser-Teams.

Infos und Teamanmeldung unter savepondhockey.org

Spielen Sie mit

Am Pond-Hockey-Turnier in ­Davos kann auch ein von der Davoser Zeitung unterstütztes Sechser-Team teilnehmen. Es können sich einzelne Spielerinnen und Spieler, aber auch ganze Teams melden. Wer Lust zum Mitmachen hat und mindestens 18 Jahre alt ist, schickt ein Mail mit dem Vermerk «Pond Hockey», Jahrgang, Mobilenummer, kompletter Adresse sowie einer Antwort auf die Frage, warum gerade sie/er für die DZ auflaufen möchte, an [email protected].

Einsendeschluss ist der Freitag, 5. Dezember.

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