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Technische Störungen bei der Parsennbahn

Technische Unterbrüche bei der Parsennbahn haben in dieser Wintersaison Fragen zur Betriebssicherheit und zur Bedeutung der Anlage aufgeworfen. Die Bergbahnen betonen, dass für die Gäste zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko bestand. Eine Einordnung.

Davoser
Zeitung
08.01.26 - 17:00 Uhr
Ereignisse
Die 1. Sektion der Parsennbahn. Technische Störungen führten in dieser Wintersaison zu temporären Betriebsausfällen.
Die 1. Sektion der Parsennbahn. Technische Störungen führten in dieser Wintersaison zu temporären Betriebsausfällen.
Destination Davos Klosters/Matthias Paintner

Die 1. Sektion der Parsenn-Standseilbahn ist eine der wichtigsten Zubringeranlagen ins Skigebiet. Täglich transportiert sie grosse Gästeströme vom Tal auf den Berg und übernimmt damit eine zentrale Funktion im Gesamtsystem. Umso grösser war die Aufmerksamkeit, als es in dieser Wintersaison mehrfach zu technischen Unterbrüchen kam. Die Davos Klosters Bergbahnen sprechen von einzelnen, unvorhersehbaren Störungen, betonen jedoch, dass zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko für die Gäste bestanden habe.

Zwei grössere Unterbrüche in dieser Saison

Insgesamt kam es seit Saisonbeginn zu mehreren kurzen Unterbrüchen, darunter zwei Ereignisse mit nennenswerten Betriebsausfällen. Diese traten am 22. November sowie am 30. Dezember auf und dauerten jeweils rund einen halben Tag. Besonders betroffen waren dabei Tage mit sehr guten Wintersportbedingungen, an denen die Anlage stark frequentiert war und ein Ausfall rasch spürbare Auswirkungen auf den Betrieb hatte.

Beim Vorfall vom 30. Dezember wurden einzelne Gäste per Helikopter ins Tal gebracht. Betroffen waren insbesondere Fussgänger sowie Skifahrer, für die die schwarze Talabfahrt nicht infrage kam. Die getroffenen Massnahmen seien aus sicherheitstechnischen Überlegungen erfolgt, heisst es seitens der Bergbahnen. Entscheidungen würden in solchen Fällen stets unter laufendem Betrieb und mit Blick auf die Sicherheit der Gäste getroffen.

Neue Steuerung als technische Herausforderung

Als Ursache nennen die Bergbahnen Probleme im Zusammenhang mit einer neuen Steuerung. Diese wurde im Sommer 2025 im Rahmen einer umfassenden Revision der Anlage eingebaut. Dabei wurde nicht nur die Steuerung ersetzt, sondern auch der Antrieb revidiert. Solche Eingriffe gelten als technisch anspruchsvoll, da zahlreiche Komponenten aufeinander abgestimmt werden müssen. Trotz einer ausgiebigen Testphase kam es in der laufenden Wintersaison zu Fehlermeldungen, die einen sicheren Weiterbetrieb vorübergehend verunmöglichten.

Nach eigenen Angaben stehen die Davos Klosters Bergbahnen in engem Austausch mit den beteiligten Zulieferfirmen. Die Ursachen der Störungen seien jeweils umgehend analysiert und entsprechende Massnahmen eingeleitet worden. Ziel sei es, weitere Unterbrüche zu vermeiden und die hohe Verlässlichkeit der Anlage, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten üblich gewesen sei, für den restlichen Saisonverlauf sicherzustellen.

Die Vorfälle zeigen, wie sensibel der Betrieb einer zentralen Verkehrsanlage ist und wie stark der reibungslose Ablauf des Skibetriebs von einzelnen technischen Komponenten abhängt. Gleichzeitig verdeutlichen sie, welche Bedeutung der Parsennbahn als Schlüsselanlage innerhalb des Skigebiets zukommt.

Warum die Parsennbahn eine Schlüsselrolle spielt

· verbindet das Tal direkt mit dem Skigebiet Parsenn

· ermöglicht den Zugang für Fussgänger, Skischulen und Tagesgäste

· entlastet andere Zubringeranlagen

· bündelt grosse Gästeströme zu Spitzenzeiten

· ermöglicht die sichere Rückfahrt ins Tal als Alternative zur schwarzen Abfahrt


 

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