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Verschärftes Gästetaxengesetz tritt in Kraft

Grundsätzlich muss jeder in Davos übernachtende Gast die Gästetaxe bezahlen. Mit den Gebühren werden touristische Dienstleistungen und Infrastrukturen finanziert. Aufgrund von Missbräuchen bei Vermittlungsplattformen wie beispielsweise Airbnb wurde das entsprechende Gesetz verschärft. Es gilt eine Identifikationspflicht für Beherberger und neu auch für Vermittlungsplattformen.

Davoser
Zeitung
03.09.25 - 07:00 Uhr
Tourismus
Gerade Vermittler werden in die Pflicht genommen
Gerade Vermittler werden in die Pflicht genommen
SO-Archiv (Giosch Netzer)
Die Tourismusdestination und die Gemeinde Davos haben festgestellt, dass es bei digitalen Vermittlungsplattformen vermehrt zu Missbräuchen bei den ­Gästetaxen kommt. Konkret werden taxpflichtige Übernachtungen nicht korrekt abgerechnet. In den vergangenen Jahren wurde die Praxis darum bereits verschärft, indem Lücken in den Bestimmungen zum Gästetaxengesetz geschlossen und eine Identifikationspflicht eingeführt wurden. Beherberger müssen vor der ersten taxpflichtigen Übernachtung eine Registrierungsnummer bei der Tourismusdestination beantragen. Bei Werbemassnahmen – zum Beispiel beim Aufschalten der Wohnung auf einer Vermittlungsplattform – muss immer entweder die vollständige Adresse oder die Registrierungsnummer ersichtlich sein. Zuwiderhandlungen können mit Bussen bis zu 10 000 Franken geahndet werden. Bei Gewinnsucht kann die Busse sogar noch höher ausfallen.

Ab sofort gelten auch für die Vermittlerinnen und Vermittler von taxpflichtigen Unterkünften schärfere Regeln. Sie ­wurden am 5. Juni vom Grossen Landrat verabschiedet und anschliessend vom Kanton Graubünden genehmigt. Neu werden neben den Beherbergern auch die Vermittler in die Pflicht genommen. Auf ihren Plattformen muss sichergestellt werden, dass bei allen Buchungsmöglichkeiten, Inseraten und weiteren Werbemassnahmen stets entweder die vollständige Adresse oder die Registrierungsnummer des Beherbergers ersichtlich ist. Damit können die Gästetaxen effizienter abgerechnet und Zuwiderhandlungen können verfolgt werden. Die Gemeinde Davos und die Tourismusdestination sind zuversichtlich, dass damit die Anzahl der Missbräuche gesenkt werden kann.

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