Neue Ära für die Kletterhalle Rätikon in Küblis
Nach Monaten des Umbaus wurde die Kletterhalle Rätikon am 31. Januar wiedereröffnet. Die Anlage bleibt damit ein wichtiger Treffpunkt für Sportler aller Generationen – und ein zentraler Trainingsort für den Nachwuchs.
Nach Monaten des Umbaus wurde die Kletterhalle Rätikon am 31. Januar wiedereröffnet. Die Anlage bleibt damit ein wichtiger Treffpunkt für Sportler aller Generationen – und ein zentraler Trainingsort für den Nachwuchs.
Wo sonst Chalkstaub in der Luft liegt, standen bis vor kurzem Holzplatten, Hebebühnen und Werkzeug: Die Kletterhalle Rätikon in Küblis ist in den vergangenen Monaten umfassend erneuert worden. Am Samstag wurde sie nun feierlich wiedereröffnet – mit rund 80 Gästen, darunter Sponsoren, Helferinnen und Helfer sowie Vertreter aus Politik und Region.
Hallenleiter Christian Nett begrüsste die Gäste zum Eröffnungsfrühstück. In kurzen Reden würdigten SAC-Prättigau-Präsident Felix Wyss und Regierungsrat Martin Bühler das grosse Engagement, das den Umbau möglich gemacht hat – allen voran das Projektteam rund um Nett, aber auch Sponsoren, Helferinnen und Helfer. Neben privaten Spenden und Sponsoren wurde das Projekt auch von der öffentlichen Hand unterstützt. Dass sich der Kanton engagiert habe, sei ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der Halle als Sport- und Begegnungsort. Das Projektteam habe über Monate unzählige Einsätze koordiniert, Offerten geprüft und die Arbeiten Schritt für Schritt vorbereitet. Dass am Ende alles in so kurzer Zeit umgesetzt werden konnte, sei auch der breiten Unterstützung aus der Region zu verdanken.
Der Weg zum Baustart
Anfang 2025 stand fest: Ohne grundlegende Sanierung würde die Kletterhalle nicht in gleicher Form weiterbetrieben werden können, denn die Betriebsbewilligung lief per Ende Oktober aus. Eine Lösung musste rasch gefunden werden. Bis der Umbau starten konnte, brauchte es jedoch zuerst Klarheit über Finanzierung und weitere Rahmenbedingungen. Parallel dazu wurde die Unterstützung durch Gönner, Sponsoren und die öffentliche Hand aufgebaut. Im vergangenen Sommer konnte die Sanierung dann richtig in Gang kommen.
Viele Hände, viel Koordination
Möglich wurde das Projekt dank vieler Sponsoren, breiter Unterstützung aus dem SAC Prättigau, aus dem Umfeld von Christian Nett und durch zahlreiche Freiwillige. Immer wieder packten Helferinnen und Helfer mit an: Beim Rückbau, beim Aufbau, bei Transporten oder dort, wo gerade spontan eine zusätzliche Hand gebraucht wurde. Gerade diese Einsätze waren nicht immer einfach zu koordinieren, weil Arbeiten oft kurzfristig stattfinden mussten, abhängig vom Baufortschritt. Umso mehr zeigte sich in diesen Monaten, wie stark der Zusammenhalt in der Kletterszene und im Verein ist: Viele investierten Stunden ihrer Freizeit, halfen unkompliziert und trugen Schritt für Schritt dazu bei, dass aus der Baustelle erneut ein Trainingsort werden konnte. Ohne dieses freiwillige Engagement wäre ein Umbau in dieser Grössenordnung und in der kurzen Zeit kaum möglich gewesen.
Die Halle selbst präsentiert sich nun modernisiert und bereit für den nächsten Abschnitt. Mit mehr Platz und neuen Routen beginnt für die Kletterszene im Prättigau eine neue Phase – und für viele auch das gute Gefühl, gemeinsam etwas Bleibendes geschaffen zu haben.
Ein Ort für Kinder und Jugendliche
Besonders gross ist die Bedeutung der Halle für den Nachwuchs. Für die Jugendorganisation des SAC Prättigau ist sie vom Herbst bis ins Frühjahr ein zentraler Trainingsort. Kinder und Jugendliche lernen hier nicht nur Technik und Kraft, sondern auch Sicherung, Partnercheck und Verantwortung – Grundlagen, die später draussen am Fels entscheidend sind.
Damit ist die Halle nicht nur Sportstätte, sondern auch ein Ort, an dem junge Kletternde Tritt für Tritt, Griff für Griff ihren Weg finden und Gemeinschaft erleben.
Teil einer regionalen Infrastruktur
Die Anlage in Küblis ist längst mehr als ein lokales Angebot. Sie hat in den vergangenen Monaten auch weit über das Prättigau hinaus gefehlt – etwa für Sportlerinnen und Sportler aus der Region Davos, die im Winter oder bei schlechtem Wetter regelmässig in Küblis trainierten.
Mit der Davoser Färbi besteht ein enger Austausch. Beide Standorte verstehen sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung: Für die Szene ist es wertvoll, dass es mehrere Möglichkeiten zum Trainieren gibt, und dass sich die beiden Hallen gegenseitig unterstützen.
Mit der Wiedereröffnung ist klar: Die Halle bleibt ein wichtiger Treffpunkt – für Nachwuchs, Routiniers und alle, die den Klettersport nicht nur draussen, sondern auch indoor leben.
Kletterhalle Rätikon in Kürze
Öffnungszeiten: täglich 6–22 Uhr
Betreute Zeiten: Oktober bis April
Montag bis Freitag, 18–22 Uhr
Mai bis September
Dienstag und Donnerstag, 18–22 Uhr
Infos: kletterhalle-raetikon.ch
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