«GreenUp» setzt Impulse für ein nachhaltigeres WEF
Rund um das World Economic Forum entstehen in Davos jedes Jahr zahlreiche Begleitveranstaltungen. Während viele davon auf wenige Tage begrenzt sind, setzt «GreenUp» seit mehreren Jahren auf einen anderen Ansatz – und geht diesen nun konsequent weiter.
Rund um das World Economic Forum entstehen in Davos jedes Jahr zahlreiche Begleitveranstaltungen. Während viele davon auf wenige Tage begrenzt sind, setzt «GreenUp» seit mehreren Jahren auf einen anderen Ansatz – und geht diesen nun konsequent weiter.
«GreenUp» ist seit mehreren Jahren Teil der vielfältigen WEF-Begleitlandschaft. Zunehmend rückt dabei der Anspruch in den Vordergrund, nachhaltige Ansätze über die eigentliche Forumwoche hinaus im Ort zu verankern, nicht als einmaliges Event, sondern als fortlaufendes Projekt.
Green Share – Nachhaltigkeit über das WEF hinaus
Zum fünften Mal führt «GreenUp» während der WEF-Woche das Projekt «Green Share» durch. Dabei werden vor allem Möbel, Holz, Dekorationselemente, Einrichtung und Pflanzen gesammelt, weitergegeben oder erneut genutzt, mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen und vorhandene Materialien möglichst lokal einzusetzen. Neu ist dabei nicht nur die erneute Durchführung rund um das WEF: Seit 2024 läuft Green Share ganzjährig in Davos. Das Angebot richtet sich neben Unternehmen auch an die lokale Bevölkerung und hat bereits Anklang gefunden. Die Organisatoren zeigen sich zufrieden, dass der Ansatz der Wiederverwendung zunehmend auf Interesse stösst.
Climate Hub als offener Begegnungsort
Parallel dazu findet während des WEF zum dritten Mal der Climate Hub Davos im und rund um den Kulturplatz Davos statt. Der Hub versteht sich als offener Begegnungs- und Diskussionsort zu Klima- und Nachhaltigkeitsthemen im Umfeld des WEF und richtet sich bewusst an ein breites Publikum – von zivilgesellschaftlichen Initiativen über Unternehmen bis hin zu öffentlichen Institutionen. Das Programm ist international ausgerichtet und wird in englischer Sprache durchgeführt. Inhaltlich setzt der Climate Hub Schwerpunkte auf regenerative Geschäftsmodelle, Transformationsfinanzierung sowie Fragen von Leadership im Wandel. Ergänzt wird das Programm durch Paneldiskussionen, Gespräche mit Fachpersonen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, Filmvorführungen und informelle Austauschformate.
Der Climate Hub ist öffentlich zugänglich und kann ohne Einladung oder Akkreditierung besucht werden. Damit richtet sich das Angebot nicht nur an internationale Gäste, sondern ebenso an interessierte Davoserinnen und Davoser. Ziel ist es, komplexe globale Themen verständlich aufzubereiten und Raum für Austausch zu schaffen – jenseits der offiziellen WEF-Veranstaltungen. Das detaillierte Programm wird jeweils kurz vor und während der WEF-Woche laufend aktualisiert und online veröffentlicht. Nicole Keller, Geschäftsführerin von «GreenUp» erklärt: «Als Davoserin ist es mir besonders wichtig, für die Menschen von hier ein Angebot zu schaffen und die Brücke zwischen globalen und lokalen Welten zu bauen».
Film als öffentlicher Akzent
Einen besonderen Akzent wird am Sonntag, 18. Januar, mit einer öffentlichen Sondervorführung des Films «Trop Chaud» gesetzt. Dieser setzt sich mit der Arbeit der KlimaSeniorinnen Schweiz auseinander. Das kostenfreie Angebot richtet sich an die Davoser Bevölkerung und lädt dazu ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ziel sei es, globale Klimathemen mit lokalen Perspektiven zu verbinden und den Zugang möglichst offen zu halten.
Informationen zum Programm werden jeweils kurz vor und während der WEF-Woche online veröffentlicht. Hinweise finden sich unter: www.green-up.ch.
Sonntag, 18. Januar: Film «Trop Chaud» über die KlimaSeniorinnen
Der Dokumentarfilm «Trop Chaud» begleitet die KlimaSeniorinnen Schweiz über mehrere Jahre. Im Zentrum stehen ältere Frauen, die aufgrund persönlicher Erfahrungen mit Hitze und gesundheitlichen Belastungen beginnen, sich politisch und juristisch zu engagieren. Der Film zeigt ihren Weg von ersten Gesprächen und öffentlichen Auftritten bis zur internationalen Klage gegen die Schweiz.
Das Verfahren der KlimaSeniorinnen erlangte internationale Aufmerksamkeit, als es vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt wurde. Dieser gab der Gruppe im April 2024 recht und hielt fest, dass unzureichender Klimaschutz eine Verletzung der Menschenrechte darstellen kann. Das Urteil verpflichtet Staaten dazu, ihre Klimapolitik wirksam und überprüfbar auszugestalten.
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