×

Maskottchen «Hitsch» verzaubert den Spengler Cup

Es ist weit verbreitet, dass jede Veranstaltung und auch viele Organisationen ihr eigenes Maskottchen haben. Dabei unterscheidet man zwischen Maskottchen für Menschen respektive Personengruppen – etwa Amulette oder Glücksbringer.

Pascal
Spalinger
14.01.26 - 07:00 Uhr
Eishockey
Kein Wunder also, wurden Maskottchen in früheren Jahren auch mit Machenschaften von Hexen in Verbindung gebracht.

Die Geschichte der Maskottchen

Seit den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble (F) werden Maskottchen als Werbeträger und Identifikationsfiguren bei Veranstaltungen und von Clubs verwendet. Dabei waren und sind der Fantasie, was Design und Namen betrifft, kaum Grenzen gesetzt. So setzte man beispielsweise an der Fussball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien auf eine Orange namens «Naranjito». Hauptsache, das Maskottchen bringt den Charakter einer Veranstaltung möglichst gut hinüber, sorgt für beste Unterhaltung und «verhext» im Idealfall auch noch die Gegner ein wenig.

Seit 2010 hat auch der Spengler Cup sein eigenes Maskottchen namens «Hitsch». Die Zeitung «Blick» suchte in einem Wettbewerb einen Namen für das Maskottchen und entschied sich schlussendlich für «Hitsch». Dies sei ein perfekter Name: typisch bündnerisch, urig, verwegen – ein Steinbock eben, so die Jury. Im Bündnerland wird «Hitsch» gerufen, wer Christian heisst. ­Kreiert wurde das Maskottchen von der Vermarktungsagentur IMG, die bis und mit 2014 beim Spengler Cup engagiert war.

Das Schweige-Gelübde

Eine Besonderheit der Maskottchen ist weltweit das ­Schweige-Gelübde. Ein Maskottchen darf niemals sprechen. Sonst wäre die Magie dahin. So ist es auch bei «Hitsch». Das Schweigen des Steinbockes ist eisern. Man darf «Hitsch» zwar Fragen stellen, aber Antwort gibt er selbst nicht. Zwei Personen – beide Profis – steigen jeweils täglich ins Kostüm und animieren das Publikum aufs Beste, lassen sich foto­grafieren und sorgen auf dem Gelände für gute Stimmung. Dabei ist es jedoch nicht Aufgabe der Begleitpersonen des Maskottchens, die an «Hitsch» gestellten Fragen an zu ­beantworten – diese beantwortet er mit Pantomime – sondern ihn etwa darauf aufmerksam zu machen, wenn jemand hinter ihm ein Selfie möchte oder wenn er gewisse Uhrzeiten einhalten soll. Beide Maskottchen-Darsteller haben ein ­eigenes Kostüm, das täglich gewaschen wird.

«Hitsch» ist kein Leih-Maskottchen

Weil «Hitsch» früher ein gelbes Shirt trug, wurde er oftmals als offizielles HCD-Maskottchen gehalten. Dementsprechend bekamen die Verantwortlichen immer wieder Anfragen, ob man das Kostüm nicht beispielsweise für einen Geburtstag oder eine Fanveranstaltung ausleihen könne – was natürlich nie gemacht wurde. Heute trägt «Hitsch» eine andere Shirtfarbe, wodurch sich die Nachfragen deutlich vermindert haben. Trotzdem betonen die Veranstalter: Das Maskottchen wird nicht auch in Zukunft nicht ausgeliehen werden.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Eishockey MEHR