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«Unser Hockeyfest wird immer besser»

Sportlich und wirtschaftlich ist Marc Gianola mit der 97. Auf­lage des Spengler Cups hoch­zufrieden. Für das künftige Teilnehmerfeld sieht der OK-Chef vielversprechende Perspektiven und gleich neun Varianten.

Davoser
Zeitung
08.01.26 - 07:00 Uhr
Eishockey
Der HCD feierte seinen 17. Spengler-Cup-Triumph.
Der HCD feierte seinen 17. Spengler-Cup-Triumph.
Keystone (Gian Ehrenzeller)
Die Gesamtbilanz sei fast gleich wie in den Vorjahren, sagt Marc Gianola. «Unser Hockeyfest wird immer besser – auf einem sehr hohen Niveau. Es wurde wunderbarer Sport geboten. Alle Mannschaften nahmen das Turnier ernst. Es gibt fast keine langweiligen Spiele mehr, vielleicht mal ein Drittel, in dem etwas wenig los ist. Man sieht, dass die Mannschaften gerne an den Spengler Cup kommen und gerne wieder kommen wollen. Deshalb setzen sie sich auch so ein.»

Auch wirtschaftlich sei das Turnier sensationell verlaufen. Alle elf Partien waren ausverkauft, die Vermarktung ebenfalls schon vor dem ersten Anpfiff. «Die Ergebnisse vom Rundherum, etwa dem Fan-Zelt, habe ich noch nicht», bemerkt Gianola weiter. «Aus den Feedbacks, dass wir zu wenige Plätze hatten, gehe ich davon aus, dass es auch wunderbar gut war.» Im Loft, dem VIP-Bereich, sei es im Vergleich zum Vorjahr leicht besser gelaufen. Dort ortet der Sportchef «in einem kleinen Bereich von fünf, sechs Prozent noch Möglichkeiten, wo wir besser werden können. Im Loft ist man aber auch auf einem hohen Niveau, in einem anderen Preissegment.»

Spektakulärer Final

Der HCD sicherte sich die Siegertrophäe in der spektakulären Finalpartie mit einem 6:3-Sieg gegen die US College Selects erst in den letzten fünf Spielminuten durch einen Doppelschlag von Filip Zadina und Enzo Corvi sowie einen Empty Netter von Matej Stransky. «In ­diesem Endspiel wurden zwei Geschichten geschrieben. Die eine von einer jungen amerikanischen College-Auswahl, von der im Voraus niemand richtig wusste, was man erwarten durfte. Sie trumpfte mit einem sehr erfrischenden Eishockey auf», sagt Gianola. «Auf der anderen Seite stand der HCD, der, wie vor einem Jahr das DEL-Team Straubing, ein sehr strenges Programm hatte, aber immer wieder taktisch einen Weg fand, sodass man auch mit vielen Spielen in den Knochen den Final noch gewinnen konnte.»

Das College-Team war vom Spengler Cup auch begeistert. Es möchte gerne wieder in Davos antreten. Gianola attestiert: «Die Studentenauswahl hat alle begeistert.» Der OK-Chef befindet sich jedoch vor einer speziellen Situation: Die Verträge mit dem Team Canada, das sich seit 1984 mit seinem totalen Engagement in die Herzen der Zuschauer ­gespielt hat, und dem finnischen Eishockeyverband sind per Ende 2025 ausgelaufen. Die Finnen haben seit 2019 am Spengler Cup zwar kein Spiel mehr gewonnen. Aber sie vertreten das skandinavische Eishockey, das auf Weltniveau von Bedeutung ist. «Wir streben ein homogenes Teilnehmerfeld an, das sich gegenseitig fordern kann», sagt Gianola. «Es ist Aufgabe der Sportabteilung, dies in den nächsten drei, vier Wochen zu evaluieren. Der Turnierchef gibt aber auch zu bedenken: «Man hat Partnerschaften, die sehr lange dauerten. Da will man niemanden vor den Kopf stossen.»

Stand heute geht das OK davon aus, dass auch am 98. Spengler Cup eine zweite Schweizer Mannschaft neben dem HCD antreten wird. Es dürfte sich um die SCL Tigers handeln. Denn mit den Emmentalern haben die Veranstalter noch eine kleine Verpflichtung aus den Corona-­Zeiten offen, als die Tigers beim OK mithalfen. Entschieden ist noch nichts.

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