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Wallis hält Alarmstufe wegen Hochwasser aufrecht

Die Wasserpegel der Rhone und der seitlichen Wasserläufe sind gesunken. Aber eine «erhöhte Wachsamkeit ist notwendig», teilte das Walliser kantonale Führungsorgan (KFO) am frühen Samstagabend mit. Die Alarmstufe sowie die besondere Lage werden aufrecht erhalten.

Agentur
sda
22.06.24 - 17:44 Uhr
Ereignisse
Die besondere Lage wird im Wallis wegen der Hochwassergefahr an der Rhone aufrecht erhalten.
Die besondere Lage wird im Wallis wegen der Hochwassergefahr an der Rhone aufrecht erhalten.
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Lage an der Rhone beruhigte sich, wie Antoine Jacquod, stellvertretender Chef der Dienststelle für zivile Sicherheit, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. «Was uns sehr, sehr grosse Sorgen bereitet, sind die Seitentäler, insbesondere das Matter-, Anniviers- und Hérens-Tal, wo der Boden sehr destabilisiert ist.»

In diesen Gebieten kam es zu mehreren Überschwemmungen und Murgängen entlang der Seitenflüsse, die nur «sehr langsam» zurückgingen. Das KFO befürchte dort Erdrutsche. Wie es weitergehe, hänge von der Stärke der aktuellen Gewitter ab, fügte Jacquod hinzu.

59 Personen evakuiert

Die Brücke zwischen Chippis und Siders sei gesperrt worden. «Unsere Ingenieure sind vor Ort, um die Situation zu beurteilen», sagte Jacquod. Sobald sich der Abfluss beruhige, gehe es darum, die angeschwemmten Baumstämme zu bergen, um weitere Gefahren, insbesondere auf dem Genfersee, zu meiden.

Die meisten der 230 Personen, die am Freitag evakuiert werden mussten, konnten wieder nach Hause zurückkehren. Gemäss Jacquod mussten derzeit im ganzen Kanton 59 Personen ihr Zuhause verlassen. Er stütze sich bei dieser Zahl auf die Angaben der betroffenen Gemeinden.

Aufruf zur Vorsicht

Das KFO ruft die Bevölkerung auf, Reisen einzuschränken, sich von Wasserläufen fernzuhalten, nicht auf Brücken zu parkieren und nicht auf der Rhone und der Mündung des Genfersees zu fahren und vor allem «geduldig zu sein».

Es empfahl auch, auf das Filmen oder Fotografieren der Ereignisse zu verzichten und den Anordnungen der Behörden strikt Folge zu leisten. Mehr als 300 Personen, darunter 157 Feuerwehrleute und rund 40 Zivilschutzpflichtige, seien im Einsatz.

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