Nun überwiegt die Freude
Die Abbrucharbeiten an der Färbihalle sind schon seit Ostern im Gange. Mit dem offiziellen Spatenstich begannen am vergangenen Dienstag nun die eigentlichen Sanierungs- und Aufbauarbeiten.
Die Abbrucharbeiten an der Färbihalle sind schon seit Ostern im Gange. Mit dem offiziellen Spatenstich begannen am vergangenen Dienstag nun die eigentlichen Sanierungs- und Aufbauarbeiten.
Es sei traurig gewesen zu sehen, wie die Mitarbeitenden mit den Kübeln herumgerannt seien, um bei Regenwetter die Tropfen von den undichten Stellen im Dach aufzufangen, erinnerte sich Urs Winkler, Rektor der Stiftung Sport-Gymnasium Davos (SSGD), beim Spatenstich und folgerte: «Die Sanierung der Halle ist zwingend notwendig.» Der nun in Gang gesetzte Bau sei für die Schule eine riesige Herausforderung, an der seit dem Kauf der Halle 2015 geplant werde. Von Hindernissen auf dem Weg zur Ausführung berichtete auch Christian Hew, Präsident des Stiftungsrats. Zusammen mit Cornelia Deragisch habe die Baulink AG aus einem schwierigen Projekt ein stemmbares und ein, wie er glaube, besseres gemacht, fuhr er fort und dankte Urs Winkler für seinen Einsatz für die Halle. «Er hat deren Potenzial zur Verbesserung der Infrastruktur der Schule schon von Anfang an erkannt.»
Neubau statt Aufstockung
«Konkret wird nun, anders als zu Anfang geplant, bei der grosse Halle lediglich das Dach saniert, die Fassade neu gemacht, und sie erhält im Inneren ein Facelifting», erklärt Bauherrenvertreterin Cornelia Deragisch gegenüber der DZ. Auf die ursprünglich vorgesehene Aufstockung werde gänzlich verzichtet. Stattdessen solle anstelle des bisherigen Nebentrakts ein völlig neues Gebäude entstehen. Nach dem Eingang ist dort der Empfang und ein kleiner Gastro- sowie ein Shopbereich vorgesehen. Abgeschlossen wird dieser von den Garderoben, von wo aus der Weg in den hinteren Teil des lang gestreckten Gebäudes frei wird. Dort werden wieder der beliebte Golfsimulator wie auch die Squash-Halle entstehen. Eine lange Fensterfront erlaubt den direkten Blick in die Halle. Ein Stock weiter oben ist der Kraftraum vorgesehen. In dem fast die ganze Länge der Halle einnehmenden Raum stehen links und rechts einer Sprintbahn die verschiedenen, für das Krafttraining notwendigen Geräte. In einem Untergeschoss sind weitere, für den Betrieb notwendige Räume vorgesehen.
Öffentliche Nutzung gesichert
Da die Gemeinde die Sanierung und den Neubau mit einem Beitrag über 2 Millionen Franken unterstützt – die Gesamtkosten werden auf 9.8 Millionen Franken veranschlagt – und dafür ein Nutzungsrecht für die Öffentlichkeit erhält, äusserte sich auch Landammann Philipp Wilhelm. Er lobte die Färbihalle als wichtigen Pfeiler des Freizeitangbotes. Mit ihr würden die Möglichkeiten der Indoor-Aktivitäten mindestens verdoppelt werden. Mit den vorgesehenen Veränderungen würden sowohl die Funktionalität als auch die energetischen Bedingungen erheblich verbessert, und die Gemeinde erhalte eine top Infrastruktur. Auch Urs Hoffmann, CEO des ausführenden Totalunternehmers Baulink AG, ergriff das Wort. Er spüre den ungebrochenen Willen zur Umsetzung, sagte er, und er hoffe, das Werk nach einem unfallfreien Bau im Juni 2025 übergeben zu können.
Das Projekt sei immer teurer geworden, erinnerte sich Urs Winkler gegenüber der DZ. «Von 7,8 Millionen Franken ausgehend, wurde es immer teurer und steht jetzt bei 9,8 Millionen Franken.» Verantwortlich dafür gewesen seien sowohl statische Probleme als auch feuerpolizeiliche Anforderungen. «Und nicht zuletzt die allgemeine Teuerung.» Er habe in dieser Zeit verschiedene Tiefpunkte erlebt. «Doch nach einer Nacht war ich immer wieder aufs Neue motiviert.» Die vielen Unzulänglichkeiten hätten ihn persönlich geschmerzt, erzählt Winkler weiter. «Wir wollen den Nutzenden unserer Halle ein vernünftiges Angebot machen, das unserem Standard entspricht sowie sauber und zweckmässig ist.» Da hätten auch die verschiedentlich erfolgten Ausbesserungen, speziell des Daches, nicht geholfen. Doch mit dem Spatenstich überwiegt für den Rektor der SSGD nun die Freude. «Ich komme immer wieder hierher und schaue es mir an.» Vollständig sei die Freude aber erst, wenn die Inbetriebnahme erfolgen könne. «Dann bin ich gespannt auf die Reaktionen.»
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.