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Unbekannte zerschiessen GPS-Messanlage

Unbekannte zerschiessen GPS-Messanlage

NO DATA – Unbekannte haben bei Vazerol unweit von Brienz/Brinzauls auf eine GPS-Messstation geschossen und diese erheblich beschädigt. Dem Gemeindepräsidenten der Gemeinde Albula/Alvra fehlen die Worte. Die Kantonspolizei Graubünden hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bernhard
Aebersold
vor 1 Jahr in
Ereignisse

Das Dorf Brienz/Brinzauls liegt auf 1150 Meter auf einer Sonnenterrasse zwischen Lenzerheide und Davos. Seit Menschengedenken ist das 100-Seelen-Dorf in Bewegung, denn die gesamte Sonnenterrasse rutscht Jahr für Jahr talwärts. Zu Beginn waren es nur wenige Zentimeter, doch in den letzten Jahren nahm die Geschwindigkeit des «Brienzer Rutsch» zu. Aktuell verschiebt sich das Dorf um rund 1.2 Meter pro Jahr. 

NO DATA  

Zur laufenden Beurteilung der Lage werden die Rutschungen und Felsabbrüche mit GPS-Messtationen ständig überwacht. Am Montag 23. März übermittelte die Messstation bei Vazerol, unweit von Brienz, keine Daten mehr. «Die laufende Überwachung des Brienzer Rutsches ist für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner der Ortschaften Brienz/Brinzauls, Vazerol, Tiefencastel und Surava von grösster Bedeutung», fasst Daniel Albertin, Gemeindepräsident von Albula/Alvra, die Bedeutung der Messstation gegenüber der Regionalzeitung Novitats zusammen.

Mutwillige Zerstörung

Was zunächst nach einem technischen Defekt aussah, entpuppte sich vor Ort als eine mutwillige Zerstörung. Sowohl der GPS-Sensor als auch auf das Solarpanel weisen mehrere Einschusslöcher auf.

Für Gemeindepräsident Daniel Albertin ist ein solches Verhalten nur schwer nachvollziehbar: «Man muss sich schon fragen, was heutzutage in gewissen Leuten vorgeht, die zu so etwas fähig sind», sagt er im Interview mit Radio Südostschweiz.

Betrieb wieder hergestellt

Vonseiten der Gemeinde wurde Anzeige erstattet und die Messanlage konnte nach vier Tagen ohne Datenübermittlung wieder in Betrieb genommen werden. «Jede Warnanlage, stellt einen wichtigen Teil zum Schutze unserer Bevölkerung dar und da war es wichtig, dass die Messanlage rasch wie möglich wieder Daten sendet», ergänzt Daniel Albertin.

Wer als Täterschaft infrage kommt, ist derzeit noch unklar. Sowohl die Gemeinde als auch die Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen. (bae)

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