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Wallisellen will «Soldanella» verkaufen

Wallisellen will «Soldanella» verkaufen

1993 übernahm die Gemeinde Wallisellen das Ferienheim «Soldanella» an der Klosterser Talstrasse von der Gemeinnützigen Gesellschaft Bülachs. Nun will sie es wegen Nichtgebrauchs verkaufen.

Conradin
Liesch
13.01.22 - 17:19 Uhr
Aus dem Leben
Das Ferienheim «Soldanella» an der Talstrasse.
KZ

Manche Unterländer Gemeinde verfügte über ein Ferienheim in den Bergen. Die Gemeinnützige Gesellschaft Bülach hatte das «Soldanella» in den 1940er-Jahren erworben, um «armen und kränklichen Kindern» Sport und frische Luft, Erholung und Geselligkeit in der Abgeschiedenheit der Berge zu ermöglichen. 1993 kaufte es die Gemeinde Wallisellen für ein Million Franken. Das Ferienheim diente weiterhin als Ausgangspunkt für Schlittel-, Langlauf- und Skitage in Klosters.

Später wurde das «Soldanella» durch eine Genossenschaft von rund 30 politischen Gemeinden, Schul- und Kirchgemeinden betrieben, bevor es 1989 dem Schweizerischen Bund für Jugendherbergen vermietet wurde. 1993 kaufte es dann die Gemeinde Wallisellen, die das in die Jahre gekommene Haus an Toplage für drei Millionen Franken veräussern will, wie der «Zürcher Unterländer» kürzlich vermeldete. Die Zeiten haben sich eben geändert und die legendären Skilager der Unterländer Schulen sind nicht mehr gefragt. Bedarf für eine Unterkunft dieser Art in Klosters bestünde allerdings vermutlich weiterhin.

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