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Von der weissen Pracht zum braunen Ärgernis

«Die speziellen Witterungsverhältnisse diesen Winter bringen wirklich neue Anforderungen mit sich», erklärt Patrick Gurini, Leiter Technische Betriebe, gegenüber der DZ.

Andri
Dürst
23.01.23 - 17:00 Uhr
Aus dem Leben
Mit einer Reinigungsmaschine wird derzeit der mehlige Schnee weggeputzt.
Mit einer Reinigungsmaschine wird derzeit der mehlige Schnee weggeputzt.
ad

Er ist unter anderem für die Schneeräumung zuständig, was besonders während des WEF kein einfaches Unterfangen ist. Denn so gut es geht, findet im Davoser Innerortsbereich Streusalz keine Verwendung. Wurde aber nun während des WEF doch mit diesem Mittel nachgeholfen? Gurini holt bei seiner Antwort etwas aus: «Es ist so, dass wir den ganzen Winter aufgrund der immer wieder warmen Temperaturen schon einige Male gezwungen waren, die Hauptachsen und Kreuzungen zu salzen. Mit den warmen Temperaturen schmilzt der Schnee, und es liegt dadurch sehr viel Wasser auf den Strassen, in der Nacht gehen dann die Temperaturen wieder deutlich unter Null, und alles wird zu Eis.» Ohne den Einsatz von Salz würden sich dann die Strassen innert kürzester Zeit zu Eisbahnen verwandeln. Doch einen Freipass für das Salzstreuen sei das noch nicht, wie er betont: «Wenn immer möglich versuchen wir, das nur auf den Fahrbahnen und wie oben geschrieben nur punktuell zu machen.»

«Nicht Schneematsch, sondern Salzmatsch sorgt auf den Davoser Strassen für ein hässliches Bild und viel Dreck in Restaurants, Hotels, Wohnungen und auch in Garagen», schreibt Fotograf Andy Mettler zu seinem Foto.
«Nicht Schneematsch, sondern Salzmatsch sorgt auf den Davoser Strassen für ein hässliches Bild und viel Dreck in Restaurants, Hotels, Wohnungen und auch in Garagen», schreibt Fotograf Andy Mettler zu seinem Foto.
swiss-image.ch

Punktuell am salzen sind wohl auch ­einige Liegenschaftsverantwortliche ent­lang der Promenade, die da und dort dem Eis zu Leibe zu rücken versuchen. Doch auch Autos, die von der Kantonsstrasse her kommend Salz an ihren Pneus «mitschleppen», sorgen im Ortszentrum für eine braune Sosse. Diese wird oftmals von den vielen Passanten in die Häuser hineingetragen. Die ­weisse Pracht von Frau Holle hat also hin und wieder auch ihre Schatten­seiten.

«Pflotsch», wohin das Auge reicht – wie hier vor der Villa Erika.
«Pflotsch», wohin das Auge reicht – wie hier vor der Villa Erika.
ad
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