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30 Jahre Geodaten in Graubünden

30 Jahre Geodaten in Graubünden

Das Geographische Informationssystem des Kantons Graubünden sammelt seit 30 Jahren Geodaten und stellt sie der Öffentlichkeit gratis zur Verfügung.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Aus dem Leben
Unzählige Geodaten sind auf der Plattform des Kantons abrufbar.
SCREENSHOT GEOGR.CH

Wo verläuft die festgelegte Waldgrenze? Welche Gebiete liegen in einer Schutzzone und wo liegen die Gefahrenzonen? Antworten auf diese Fragen liefern Geodaten. Das sind digitale Daten, mit denen sich Positionen auf der Erdoberfläche bestimmen lassen. Sie sind die Basis dafür, dass uns ein Navigationsgerät an den richtigen Ort führt.

Geodaten umfassen unter anderem Informationen zu Naturschutzgebieten, Bau-, Landwirtschafts- und Wohnzonen aber auch den Kantonalen Richtplan, Gewässerschutzzonen und Informationen zu touristisch relevanten Zonen wie zum Beispiel Wintersportzonen. Gemäss Swisstopo geben Geodaten zudem Auskunft über die Vegetation, Gesteinsschichten, politische Grenzen, Gewässer und vieles mehr. Ausserdem seien Geodaten unentbehrlich für die Raum- und Stadtplanung, für die Verkehrslenkung, für Informatik und Telekommunikation, für den Umweltschutz, für die Landesverteidigung und innere Sicherheit sowie für den Zivil- und Katastrophenschutz.

Flächendeckend und rund um die Uhr verfügbar

Was früher auf speziellen Karten eingezeichnet wurde, ist heute online und rund um die Uhr, aktuell und flächendeckend möglich. Erfasst werden diese Daten in Graubünden bereits seit 30 Jahren, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Graubünden hat im Mai 1987 für den koordinierten Aufbau eines Geoinformationssystems (GIS) in der Verwaltung gesorgt. Zwei Jahre später genehmigte die Regierung die Schaffung eines GIS-Zentrums beim Meliorations- und Vermessungsamt.

Die für die Datenerhebung erforderlichen Systeme seien über die Jahre bedarfsgerecht ausgebaut worden. Heute sei das GIS ein wichtiger Teil der nationalen Geodateninfrastruktur und bilde in vielen Bereichen ein unverzichtbares Werkzeug.

Gesetzliche Grundlagen zugunsten einer breiten Nutzung

Im Oktober 2007 wurden das Bundesgesetz über Geoinformation und im Juni 2011 das kantonale Geoinformationsgesetz erlassen. Diese Gesetze bezwecken, dass Geodaten den Behörden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung einfach und zu angemessenen Kosten zur Verfügung gestellt werden. Die rechtlichen Grundlagen sehen ausserdem vor, dass die öffentlich zugänglichen Geodaten kostenlos genutzt werden können.

Geodaten Graubünden

Seit 2007 betreibt die Geogr AG im Auftrag des Kantons die kantonale Geodatendrehscheibe. Geodaten können via geogr.ch eingesehen und nach einer einmaligen Registrierung einfach und kostenlos bezogen werden.

Zudem stehen der Öffentlichkeit weitere interaktive Karten der Bündner Verwaltung zu rund 115 Themen zur Verfügung. Eine Übersicht zu den publizierten Geodaten aus Graubünden, interaktiven Karten und Geodiensten sind unter geo.gr.ch abrufbar. (dje)

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