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Corona-Böögg mit Spezialeffekten sagt einen guten Sommer voraus

Corona-Böögg mit Spezialeffekten sagt einen guten Sommer voraus

Nach 12 Minuten und 57 gab es den grossen «Chlapf»: Dem Zürcher Böögg auf der Urner Teufelsbrücke explodierte mit lautem Krachen der Kopf. Damit ist der Winter offiziell vertrieben - und vielleicht ja auch das Coronavirus.

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Aus dem Leben
Das Coronavirus ist weg - zumindest beim Böögg: Das grün rauchende Monster im Bauch des Schneemanns flog schnell in die Luft, und nach 12 Minuten und 57 Sekunden explodierte auch der Kopf vom Böögg.
Das Coronavirus ist weg - zumindest beim Böögg: Das grün rauchende Monster im Bauch des Schneemanns flog schnell in die Luft, und nach 12 Minuten und 57 Sekunden explodierte auch der Kopf vom Böögg.
KEYSTONE/URS FLUEELER

Im Vergleich zu anderen Jahren kam das diesjährige Bööggen-Aus relativ schnell. Der Sommer dürfte also schön werden. 140 Böller waren im Schneemann eingebaut. Entsprechend laut krachte es in der Schöllenenschlucht, als sie alle in die Luft flogen.

In seinen letzten Lebens-Minuten geizte der Böögg nicht mit Spezialeffekten. Der Dreizack, den er wegen seines teuflischen Standorts hielt, sprühte Funken. Der Bööggen-Bauch klappte zudem auf und zeigte ein ungesundes Innenleben: ein fies grinsendes Corona-Monster, das giftig-grüne Aerosole verströmte.

Rasch flog das Virus-Monster ebenfalls in die Luft, womit diese Plage hoffentlich nun auch im echten Leben ein Ende findet. Wegen der Pandemie wurde der Böögg erstmals in der langen Geschichte des Frühlingsfestes ausserhalb der Stadt Zürich verbrannt.

Zu Ehren des Gastkantons Uri, der wegen der Pandemie nun schon zum zweiten Mal keinen Auftritt erhielt, war der Böögg ins Corona-Exil in die Schöllenenschlucht gereist.

So gab es zwar schon wieder kein Frühlingsfest, aber doch immerhin eine Bööggen-Verbrennung, an einem Ort, an dem wegen der steilen Felswände ohnehin keine Zuschauermassen Platz finden. Die Verbrennung wurde von mehreren Fernsehstationen übertragen.

Zugige Schlucht statt Blumensträusse

Damit die historische Teufelsbrücke keinen Schaden nahm, standen Böögg und Scheiterhaufen auf einer Holzkonstruktion. Angezündet wurde der Holzhaufen vom Urner Landammann Urban Camenzind (Die Mitte), der dafür mit einem Klettergurt gesichert wurde.

Aufmerksam beobachtet wurde er dabei von der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) und der Zürcher Regierungspräsidentin Silvia Steiner (Die Mitte).

Sie kennen das Sechseläuten sonst als Frühlingsanlass, bei dem Blumen gereicht werden und sich Prominente ein Stelldichein geben. Nun standen die beiden Zürcher Politikerinnen für einmal fröstelnd in der zugigen Schöllenenschlucht.

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