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Schule Zernez testet nicht

Schule Zernez testet nicht

Der Zernezer Schulrat hat entschieden, dass die Schulkinder nicht auf Corona getestet werden. Auf Nachfragen der Eltern wird mitunter fragwürdig argumentiert.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Aus dem Leben

In Zernez werden an der Schule keine Coronatests durchgeführt. Das hat der Schulrat entschieden, wie Radiotelevisiun Svizra Rumantscha vermeldete. Als Gründe für den Entscheid gibt der Schulrat demnach an, dass die Kinder in Kindergarten, erster und zweiter Klasse zu klein seien. Weiter sollten die Kinder zur Schule gehen, um zu lernen und nicht, um jede Woche einen Test zu machen. Offenbar macht man sich in Zernez auch Sorgen darüber, dass Kinder, die keinen Test machten, schikaniert würden. Als letztes Argument führt der Schulrat die Kosten an, die durch die Tests entstünden und mit Steuergeldern bezahlt werden müssten.

Schulratspräsident vergleicht Coronatests mit Zahnkontrolle

In einer E-Mail an Eltern, die sich an den Schulratspräsidenten Beat Schärer wandten, vergleicht dieser die Coronatests mit der Zahnkontrolle beim Zahnarzt und schreibt weiter, dass die Tests als das «absolute Wundermittel gegen Corona» postuliert würden, ohne dass sich wirklich etwas verändere, wie 20 Minuten schreibt. Schärer schreibt in seiner Mail weiter: «Dass das Maskentragen nicht wirklich gesund für unsere Kinder ist, da sie zu wenig Sauerstoff bekommen, ist auch ein Fakt, den sich niemand zu sagen getraut.» Dem widersprach die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie – also auf Kinder spezialisierte Lungen-Fachärzte – bereits im letzten November in einer Stellungnahme, ergänzte diese im Februar zur Unterstützung kantonaler Behörden und empfahl «die Maskenpflicht bereits in der Primarschule für Kantone, in denen die epidemiologische Lage dies erfordert.» Das Maskentragen sei in diesen Altersgruppen medizinisch unbedenklich.

Nur fünf Prozent der Bündner Schulen testen nicht

Im gesamten Kanton Graubünden beteiligen sich 144 Schulen an den Tests. Das entspricht einer Beteiligung von 95 Prozent. Zernez gehört im Moment nicht dazu. Dabei lohne sich ein grosszügiges Testen gerade bei Kindern, die öfter asymptomatisch seien als die ältere Bevölkerung, so Martin Liesch, medizinischer Leiter beim Ärztenetzwerk Graubünden Grisomed, gegenüber 20 Minuten. Er unterstütze deshalb die Offensive für die freiwilligen Tests an Schulen. Seiner Meinung nach ist es einem Kind zuzumuten, einmal pro Woche in ein Töpfchen zu spucken. (dje)

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Hut ab vor dem Schulratspräsidenten, Herr Beat Schärer!! Wieso muss überhaupt getestet werden? Warum müssen Kinder und wir alle überhaupt mit diesem Test geplagt werden? Wir wissen doch, dass über 99% der Bevölkerung gesund ist und diese Tests gar nichts bringen. Ausserdem - warum lassen wir uns belügen?
Warum lassen wir zu, dass unser ganzes gesellschaftliches Leben zerstört wird? Warum lassen wir diese ganze Spaltung zu? Wann hören wir endlch auf Schafe zu sein anstatt unsere Verantwortung als Souverain dieses Landes zu übernehmen? Die Regierung hat uns zu dienen und nicht umgekehrt!!
Im Übrigen ist diese ganze Testerei KEINEM Kind zuzumuten, genauso wenig wie eine Maske zu tragen!

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